Samstag, 8. November 2025

Vier Fäuste gegen Rio (1984)

 🥊 Kommen wir mal wieder zu Bud Spencer und Terence Hill!
Schon der Titel ist wieder ein Volltreffer –
„Vier Fäuste gegen Rio“ spielt natürlich auf ihren Erfolg Vier Fäuste für ein Halleluja an,
auch wenn die beiden Filme thematisch nichts miteinander zu tun haben.

Ich will diese alten Klassiker würdigen
und jeden Monat einen Film bringen,
in dem mindestens einer der beiden dabei ist.
Mit diesem hier haben wir einen der bekannteren Titel –
einen, der sogar noch regelmäßig im Fernsehen läuft.


⚠️ SPOILERANFANG

👬 Wer sind denn nun die Echten?

Bastiano und Antonio sind zwei reiche Geschäftsmänner in Rio,
die um ihr Leben fürchten – irgendwer will sie aus dem Weg räumen.
Kurz vor einem wichtigen Geschäftsabschluss
beauftragen sie eine Doppelgänger-Agentur,
um Doubles zu finden, die sie bis zum Vertragsende ersetzen sollen.

Und siehe da:
Eliot sieht Bastiano zum Verwechseln ähnlich,
und Greg ist das perfekte Ebenbild von Antonio!

Die beiden Doppelgänger sollen nun das Leben der Millionäre führen
und gleichzeitig versuchen, den Drahtzieher hinter den Anschlägen zu finden.
Da ihnen ordentlich Geld versprochen wird, sagen sie natürlich zu
und genießen fortan das Luxusleben in Rio – inklusive Prügeleien,
denn die Anschläge lassen nicht lange auf sich warten.

Doch Eliot und Greg wären nicht Bud Spencer und Terence Hill,
wenn sie das nicht auf ihre ganz eigene, schlagkräftige Art lösen würden.
Am Ende stellt sich heraus, dass hinter allem Bastianos eifersüchtige Freundin steckt,
und auch sie wird selbstverständlich standesgemäß aus dem Verkehr gezogen.

⚠️ SPOILERENDE


☀️ Auch in Rio gibt’s Ramba-Zamba!

Ja nun – was soll man sagen?
Die Handlung ist flach, klar, das verzeiht man diesen Filmen meist.
Aber hier wirkt vieles etwas billig,
besonders die Auflösung.

Der eigentliche Täter ist so offensichtlich,
dass Bastiano es selbst hätte merken müssen –
und die letzte große Prügelszene ist leider ziemlich lieblos geraten.

Mal steht einer der Millionäre bei seinem Double,
im nächsten Moment wieder beim anderen –
Schnittfehler? Storyfehler? Egal –
es wirkt einfach unkoordiniert und zerstört ein wenig den Rhythmus.

Irgendwann nutzt sich der Witz mit den Doppelgängern auch ab,
wenn ständig jemand verwechselt wird,
bis es nur noch aufs Prügeln hinausläuft.

Der Soundtrack stammt diesmal nicht von Oliver Onions,
was man tatsächlich merkt.
Er ist nicht schlecht, aber weniger eingängig als gewohnt.
Der Film wurde 2012 restauriert auf Blu-ray veröffentlicht
und sieht technisch durchaus ordentlich aus.


💭 Fazit

Trotz flacher Story und einiger Patzer bleibt Vier Fäuste gegen Rio
ein unterhaltsamer Film –
nur eben nicht der beste aus der langen Reihe der beiden Haudegen.

Das Thema Doppelgänger hätte man besser umsetzen können,
statt einfach eine Geschichte um die Prügelszenen herumzubasteln
(was vermutlich genau so passiert ist).

🎯 5 von 10 Punkten.
Solide Klopperei mit Witz –
aber kein Highlight im Bud-und-Terence-Universum.

Story ⭐⭐☆☆☆ Doppelgänger-Plot mit Potenzial, aber dünn und vorhersehbar

Darsteller ⭐⭐⭐⭐☆ Bud & Terence liefern gewohnt charmant ab, Nebenrollen austauschbar

Humor ⭐⭐⭐☆☆ Einige gute Sprüche, aber kein Dauerfeuer wie in den Klassikern

Action / Prügeleien ⭐⭐⭐☆☆ Routiniert, teils unübersichtlich geschnitten, trotzdem unterhaltsam

Soundtrack ⭐⭐☆☆☆ Solide, aber ohne den typischen Oliver-Onions-Wiedererkennungswert

Tempo / Schnitt ⭐⭐⭐☆☆ Gemächlich, mit Längen, aber nie völlig langweilig

Nostalgie-Faktor ⭐⭐⭐⭐☆ 80er-Charme, sonniges Rio-Setting, Wohlfühl-Haudrauf-Atmosphäre

Gesamt 🎯 5 / 10 Punkten Solide Spencer-Hill-Kost, aber kein Highlight in der Filmografie

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