Ich selbst bin riesiger Stromberg-Fan und habe mich daher sehr gefreut, den Papa endlich im Kino sehen zu können.
Ich hatte im Vorfeld viele skeptische Stimmen gehört und konnte das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
Warum sollte Stromberg im Kino versagen? Ich kann doch problemlos vier Folgen am Stück schauen und mich halb totlachen!
Und spätestens seit South Park oder Die Simpsons müsste man doch wissen, dass eine Serie, die sonst aus eher kurzen Episoden besteht, auch als Spielfilm funktionieren kann…
🎬 Inhalt mit Spoiler
Sein Stellvertreter Ernie hingegen wittert, dass man dort Kontakte knüpfen kann, und will auf Biegen und Brechen hin!
Als Stromberg jedoch mitbekommt, dass die Capitol die Schadensregulierung auflösen will, ändert sich sein Plan schlagartig:
Er will in die Zentrale, und wo kann man sich besser ins Gespräch bringen als auf der Firmenfeier?
Also fährt man plötzlich doch – und der Papa organisiert alles. Natürlich in gewohnt inkompetenter Manier:
Der Bus ist eine Schrottkiste mit Assi-Fahrer, der Pflegesohn von Ulf und Tanja hat kein Zimmer – und Stromberg selbst auch nicht.
So muss er sich ein Bett mit Ernie teilen.
Die Feier ist todlangweilig – bis Stromberg sie rettet, mit seiner Gabe, einen blöden Spruch nach dem anderen rauszuhauen und sich in den Vordergrund zu drängen.
Damit überzeugt er tatsächlich den Vorstand, ihn in die Zentrale zu holen: Er soll künftig den Leuten positiv verkaufen, dass ihre Stellen wegrationalisiert werden.
Stromberg ist am Ziel seiner Träume und wird zur internen Vorstandsfeier eingeladen, die nach dem offiziellen Teil stattfindet.
Er fährt mit Jennifer, auf die er mal wieder ein Auge geworfen hat, und landet im Edelpuff.
Doch um Jennifer zu beeindrucken, macht er da nicht mit – und fährt zurück ins Hotel.
Das kostet ihn seinen neuen Job: Kündigung.
Doch Stromberg wäre nicht Stromberg, wenn er das auf sich sitzen lassen würde.
Eben noch der Mann, der den Leuten „dankbar“ die Kündigung überreichen wollte, wird er nun zum Rebell und lässt die komplette Belegschaft der Capitol vor dem Edelpuff auflaufen, um für ihre Arbeitsplätze zu demonstrieren.
📺 „Der Arbeiter-Stromberg“ geht viral!
Schnell ist die Presse da – Stromberg läuft auf allen Kanälen und sogar im Ausland.
Es entsteht eine regelrechte Stromberg-Bewegung in Deutschland: Er wird zum Symbol gegen den Kapitalismus.
Am Ende muss er zwar seinen Hut nehmen, wird aber von seinen Mitarbeitern rührend verabschiedet.
Zum Glück hat er schnell wieder Arbeit gefunden – in der SPD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus, wo ihn sogar Steinmeier persönlich begrüßt.
💼 Fans & Familiar Faces
Fans der Serie werden den Film lieben!
Von der ersten bis zur letzten Staffel haben alle wichtigen Figuren, die jemals aufgetreten sind, einen kleinen Auftritt – und sei es nur im Abspann.
Das bringt Spaß und Nostalgie pur.
Aber auch wer die Serie nicht kennt, kann den Film problemlos schauen.
Die Serie ist quasi die Vorgeschichte, der Film funktioniert aber auch allein wunderbar.
Dann weiß man halt nicht, wie Tanja und Ulf zusammengekommen sind oder warum Ernie in einem Drogentraum als dicke Frau Milchreis isst – halb so wild.
💶 3,3 Millionen Euro hat der Film gekostet – 1 Million davon kam von 3000 Fans über Crowdfunding.
Nur dadurch konnte der Film überhaupt entstehen, und das Geld wurde in nur einer Woche gesammelt – ein Rekord!
👩💼 Bekannte Gesichter und Cameos
Neben der Stammbesetzung und den Stammstatisten, die seit Staffel 1 dabei sind, gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern:
Erika, Tuculu, Frau Berkel, Herr Becker, Strombergs Ex-Frau, seine erste Büroliebelei – alle sind da.
Im Abspann sieht man sogar die polnische Kollegin aus Finsdorf, und die Serienmacher Arne Feldhusen und Ralf Husmann haben ebenfalls kleine Gastauftritte.
⭐ Fazit
Das Ende – und was für eins! Ein wirklich würdiger Abschluss einer der besten deutschen Serien überhaupt.
Könnte man weitermachen? Sicher!
Nach jeder Staffel hieß es: „Dies war die letzte“ – und dann kam doch noch eine.
Mal sehen, was in drei, vier Jahren passiert – hängt wohl davon ab, wie erfolgreich der Film letztlich war.
Aber selbst wenn nie wieder etwas kommt:
Stromberg hat sich mit dem Kinofilm die Krone aufgesetzt.
Die Serie ist nicht totgelaufen, und der Film ist mehr als nur eine Komödie.
Er wechselt gekonnt zwischen derbem Humor und Charakterszenen, die gar nicht komisch sein müssen – und das ist die große Stärke.
Als Serienfan, der fast jede Folge gefeiert hat, bleibt mir nichts anderes übrig:
🎖️ 9 von 10 möglichen Punkten – der Papa bleibt Chef!
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