Montag, 24. November 2025

Batman (1989)

🦇 Einer der ersten Filme, an die ich mich im Kino erinnere, war Didi, der Fernfahrer – oder so ähnlich. Tut hier aber nichts zur Sache, denn hier geht’s um Batman. Auch das war einer der ersten Filme, die ich im Kino sah, und an die ich mich wirklich noch erinnere.

Batman hat bei mir ohnehin einen hohen Stellenwert. Ich mag die Figur einfach – vielleicht auch wegen der trashig-schönen Serie aus den 60ern, die damals auf Sat.1 lief.
Halten wir also fest: Batman hat bei mir einen Stein im Brett. Und dann kam da dieser Kinofilm, den ich mir als Junge natürlich ansehen musste!


🎬 Inhalt (mit Spoiler)
nananananananana – BÄTMÄÄÄÄN!

Jack Napier ist ein ziemlicher Arsch. Er vögelt die Freundin seines Gangsterbosses und hat auch sonst kein Gewissen. Sein Boss stellt ihm daher eine Falle und informiert die Polizei, als Jack in einer Chemiefabrik einsteigt. Aber nicht nur die Cops sind hinter ihm her – auch Batman macht seit Kurzem die Unterwelt von Gotham unsicher, und niemand weiß, was man von dem Fledermausmann halten soll.

Jack stürzt bei der Aktion in einen Chemietank und wird für tot gehalten. Doch er überlebt – und ist komplett durchgeknallt. Die Chemikalien haben Haut und Haare verändert: Er sieht nun aus wie ein Clown. Da er ohnehin ein Faible für Kartenspiele hatte, nennt er sich fortan Joker.

Sein erstes Opfer: sein ehemaliger Boss. Danach übernimmt er selbst die Kontrolle über Gothams Unterwelt.

Doch dem Joker reicht das nicht – er will Rache, Terror und Chaos über die Stadt bringen. Er vergiftet verschiedene Kosmetikprodukte, die – in Kombination verwendet – tödlich wirken. Außerdem hat er ein Auge auf Reporterin Vicky Vale geworfen, die sich allerdings für Bruce Wayne interessiert.

Batman ist dem Joker natürlich auf den Fersen. Er rettet Vicky, entschlüsselt die chemische Formel und klärt die Bevölkerung darüber auf, welche Produkte vergiftet sind.

Der Joker schlägt ein letztes Mal zu: Auf einer großen Stadtfeier wirft er Geldscheine in die Menge – und setzt dann Giftgas frei. Batman verhindert Schlimmeres, schnappt sich die Ballons, und es kommt zum Showdown auf dem Kirchturm.

Dort wird schließlich klar, dass der Joker früher Bruce Waynes Eltern ermordet hat – der Ursprung von Batmans Rachefeldzug. Der Joker stürzt vom Turm in den Tod, während Batman nun offiziell als Held der Stadt gilt und per Batsignal gerufen werden kann.


🃏 Jack Nicholson, Casting & Behind the Scenes
Jack Nicholson als Joker ist einfach grandios. Der Film selbst war damals ein gigantischer Erfolg – zeitweise sogar der erfolgreichste Film überhaupt – und löste eine regelrechte Batmania aus. Es gab wirklich alles an Merchandise. Ich selbst habe heute noch eine alte Joker-Tasse.

Die Besetzung von Bruce Wayne war umstritten: Michael Keaton war für viele nicht der typische Bruce. Im Gespräch waren übrigens auch Bill Murray und andere große Namen.

Auch die Joker-Rolle war lange schwer zu besetzen. Nicholson zögerte ewig. Kim Basinger als Vicky Vale war sogar nur Ersatz – die ursprünglich vorgesehene Schauspielerin hatte sich kurz vor Drehbeginn den Fuß gebrochen.

Weitere bekannte Gesichter: Billy Dee Williams als Harvey Dent, der später eigentlich Two-Face werden sollte. Doch im Nachfolger wurde seine Figur gestrichen – obwohl er vertraglich zugesichert hatte, den Bösewicht spielen zu dürfen. Stattdessen bekam man Christopher Walken als Max Schreck.


🏙️ Burtons Stil & Atmosphäre
Tim Burtons Handschrift ist unverkennbar:

  • der düstere, gotische Look

  • dieses Art-Déco-Gotham

  • ein Hauch 30er-Jahre-Gangsterfilm

Großartig umgesetzt. Die Kulissen wirken monumental und bedrückend zugleich.

Jack Nicholson spielt Keaton übrigens locker an die Wand. Keaton bleibt etwas blass, erfüllt seine Rolle aber solide. Ich dachte lange, dass man den Joker besser gar nicht darstellen könnte – bis über 15 Jahre später Heath Ledger kam.


🦸 Funfacts
🦇 Der Batman-Anzug wog rund 45 Kilo – Bewegungsradius: praktisch null.
🎵 Der Soundtrack sollte ursprünglich Michael Jackson übernehmen – am Ende wurde es Prince (über 7 Mio. verkaufte Alben).
💋 Prince & Kim Basinger hatten damals angeblich ein Techtelmechtel.
🎤 Prince hat einen kleinen Cameo im Film.


Fazit
Tim Burton ist großartig, Jack Nicholson als Joker perfekt besetzt – trotzdem merkt man dem Film sein Alter deutlich an. Wenn man heute die Nolan-Trilogie im Hinterkopf hat, wirkt Burtons Batman fast charmant altmodisch.

Trotzdem bleibt er ein Stück Filmgeschichte: kurzweilig, stilvoll inszeniert, mit ein paar Witzen, die heute nicht mehr ganz zünden.

🦇 6 von 10 Punkten – Nostalgie-Bonus inklusive.

📊 Bewertungsmatrix – Batman (1989)

Story    ⭐⭐⭐☆☆  Solide, aber vorhersehbar und recht simpel
Darsteller  ⭐⭐⭐☆☆  Nicholson top, der Rest eher blass
Atmosphäre  ⭐⭐⭐⭐☆  Starkes Burton-Design, trägt den ganzen Film
Effekte & Look ⭐⭐⭐☆☆  80er-Charme, aber merklich gealtert
Soundtrack  ⭐⭐⭐☆☆  Elfman stark, Prince teils Fremdkörper
Action    ⭐⭐⭐☆☆  Steif durch Keatons unbeweglichen Batsuit


Gesamt: 🎯 6/10 Punkten
Ein wichtiger Klassiker mit Stil – aber mehr Style als Substanz und aus heutiger Sicht klar Mittelklasse.

🔙 Zurück zur



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen