Mittwoch, 26. November 2025

Jack and the Giants (2013)

 🎬 🌱👑⚔️

Nicholas Hoult – ja, ich mag ihn. Als X-Men-Beast hat er mich überzeugt, und auch Warm Bodies war wirklich gut. Der Film ist so ein bisschen untergegangen, weil er mit Genres spielt, die eigentlich nicht zusammengehören. Jungs hielten ihn für einen Liebesfilm, Mädchen für einen Horrorfilm – er ist irgendwie beides ein bisschen.
Aber hier geht es um einen anderen Film, nämlich Jack and the Giants. Neben X-Men: First Class und X-Men: Days of Future Past eine weitere Zusammenarbeit zwischen Hoult und Regisseur Bryan Singer. Ich habe mir den Film auf DVD ertauscht und war gespannt, was mich erwartet.


⚠️ Inhalt mit Spoiler

Der Bauernjunge Jack soll in der Stadt Pferd und Karren verkaufen, da der Hof pleite ist. Doch da er als Kind immer von Märchen fasziniert war, zieht ihn eine Theatervorstellung im Gasthaus quasi magisch an. Dort verteidigt er eine junge Dame vor einigen Raufbolden – die sich schließlich als Prinzessin des Königreichs entpuppt.
Als er wieder nach draußen kommt, ist das Pferd zwar noch da, aber der Wagen wurde gestohlen. Blöd gelaufen. Jack versucht wenigstens, das Pferd zu verkaufen, und ein hektischer Mönch bietet ihm fünf Bohnen dafür – Zauberbohnen, die wertvoller seien als alles, was er je besessen habe. Jack glaubt dem Mönch kein Wort, doch der drückt ihm die Bohnen in die Hand und flieht vor den Wachen. Er bittet Jack, die Bohnen ins Kloster zu bringen, wo sie sicher wären.

Zu Hause gibt es von seinem Onkel, bei dem er wohnt, mächtig Ärger: kein Pferd, keine Kutsche, und nur fünf dämliche Bohnen als Gegenleistung. Wütend wirft der Onkel die Bohnen auf den Boden. Jack sammelt sie wieder ein – doch eine ist durch den Bretterboden in den Keller gefallen.

🌩️ Jack, der Held mit Schmalztolle
Die Prinzessin liebt ebenfalls Märchen, soll aber mit einem Typen verheiratet werden, den sie nicht mag. Sie läuft davon, um ein Abenteuer zu erleben, verirrt sich jedoch in einem Gewittersturm und findet zu Jacks Hof. Der ist natürlich überrascht, sie wiederzusehen, und beide flirten ein wenig herum.
Doch das Regenwasser erreicht die Bohne, und die beginnt zu keimen – aus ihr wächst eine riesige Bohnenstange, die das Haus in den Himmel trägt. Jack fällt jedoch heraus. Als er zu sich kommt, ist der König da. Jack hat den Armreif der Prinzessin in der Hand, und dort, wo sein Haus stand, wächst nun die Bohnenranke.

Man beschließt, die Prinzessin zu retten. Doch der Verlobte der Prinzessin spielt ein falsches Spiel: Er ist hinter den Bohnen her und nimmt sie Jack ab – alle bis auf eine. Am Ende der Ranke findet man das Land der Riesen, die die Prinzessin gefangen halten. Die Riesen hassen die Menschen, und eine magische Krone verbannte sie einst. Diese Krone besitzt der Verlobte der Prinzessin: Er knechtet die Riesen und will nun die Welt erobern.

Jack befreit seine holde Maid und den General des Königs, bringt die Prinzessin nach unten, während der General den Verlobten stellt – und dieser dabei stirbt. Doch die Krone fällt in die Hände der Riesen, die nun zum Angriff auf die Menschen blasen. Die Bohnenranke wird zwar gefällt, doch die Riesen finden die geraubten Bohnen und gelangen so doch zur Erde.

Es kommt zum großen Kampf: Riesen gegen Menschen. Jack kämpft im Schloss mit dem Riesenboss und wirft ihm die letzte Bohne in den Mund – die daraus entstehende Ranke tötet den Riesen. Der Chef hatte die Krone; Jack verbannt die Riesen erneut, und die Erde ist auf ewig sicher. Als Retter des Königreichs bekommt er natürlich auch die Prinzessin. Happy End.


🎭 Eindruck

Als Erstes mal der deutsche Titel – mal wieder völlig unverständlich. Man ändert Jack the Giant Slayer in Jack and the Giants. Warum? Traut man dem deutschen Publikum nicht zu, zu wissen, was Slayer heißt? Und wenn man ihn schon ändert, warum dann nicht gleich in Jack und die Giganten oder Jack und die Riesen? Das wäre wenigstens konsequent.

Die Darsteller sind gar nicht schlecht, nur komplett unterfordert. Nicholas Hoult (X-Men: Erste Entscheidung, Zukunft ist Vergangenheit, Warm Bodies), Ewan McGregor (Star Wars Episode I–III, Big Fish) waren für mich die bekanntesten.

💬 Ja, ist ihr Ernst – so schlecht sehen die Riesen aus …
Der Film hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich und wurde im Märchenboom ein wenig gepusht. Ob Snow White and the Huntsman, Maleficent oder Narnia – alle versuchten, Märchen modern zu inszenieren. Was meist auf eine Fantasywelt hinausläuft, in der am Ende eine große Schlacht stattfindet. So auch hier: Man nehme ein Märchen, packe eine Menge Action und hübsche Hauptdarsteller dazu – und fertig ist der Film.

Dass das nicht reicht, ist klar, und so blieb Jack and the Giants weit hinter den Erwartungen zurück. Er spielte gerade mal die Produktionskosten plus Werbung wieder ein.


💭 Fazit

Eine komplette Unterforderung der anwesenden Schauspieler, die eigentlich ihr Handwerk beherrschen. Dazu eine lahme Story und vor allem Animationen, die so schlecht aussehen, dass man sie schon vor zehn Jahren als „mies“ bezeichnet hätte. Als es noch um die Kindergeschichte ging, konnte man die einfacheren Effekte als Stilmittel sehen – aber die fertigen Giganten sahen einfach schlecht aus.

Der Film ist okay und wird Kindern sicher Spaß machen, aber als normaler Zuschauer kann man getrost einen Bogen darum machen. Mit Hoult-Bonus gäbe es vielleicht fünf Punkte, aber in diesem Fall bin ich mal ehrlich – dafür hätte er schon sein Hemd ausziehen müssen 😜

🎯 Bewertung: 4 von 10 möglichen Punkten.

📊 Bewertungsmatrix – Jack and the Giants (2013)

Story    ⭐⭐☆☆☆  Märchen-Formel, wenig Überraschungen, solide aber dünn
Darsteller  ⭐⭐⭐☆☆  Hoult & McGregor okay, aber klar unterfordert
Effekte   ⭐☆☆☆☆  Schwache CGI-Riesen, wirkt selbst für 2013 altbacken
Atmosphäre  ⭐⭐☆☆☆  Netter Märchenlook, aber generisch und ohne Tiefe
Action    ⭐⭐⭐☆☆  Einige ordentliche Szenen, aber vieles wirkt austauschbar
Humor & Charme ⭐⭐☆☆☆  Leichte Momente vorhanden, aber nichts bleibt hängen
Fantasy-Feeling ⭐⭐☆☆☆  Idee nett, Umsetzung holprig, wenig Magie

Gesamt: 🎯 4/10 Punkten – nettes Kinder-Abenteuer, aber für Erwachsene zu flach, zu künstlich und zu ambitionslos.

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