Samstag, 22. November 2025

The Running Man (1987)

 🏃‍♂️ Wenn Reality-TV tödlich wird – und Arnie läuft um sein Leben.

Zurzeit sind Arnold-Wochen bei mir zu Hause.
Predator und Terminator 1 & 2 habe ich schon gesehen, jetzt folgen drei weitere Klassiker, die beweisen, warum Arnold Schwarzenegger in den 80ern einer der größten Actionhelden überhaupt war.

Heute also The Running Man – ein Film, den ich schon ewig nicht mehr gesehen hatte.
Ich erinnere mich noch an die 90er, als er irgendwann im RTL-Osterprogramm lief. Das war wohl auch das erste Mal, dass ich ihn gesehen habe.


📺 Inhalt (Spoiler)

Ben Richards ist ein Cop im Jahr 2019 (nicht 1019 😉).
Als er den Befehl bekommt, aus einem Helikopter auf hungernde Zivilisten zu schießen, verweigert er sich.
Die Menge wird trotzdem getötet – und Ben bekommt die Schuld.

Er landet im Gefängnis, bricht aus und will mit Hilfe der jungen Amber fliehen, die er zufällig trifft und kurzerhand zwingt, ihm zu helfen.
Amber glaubt jedoch der staatlichen Propaganda und verrät ihn.
Doch als sie sieht, wie im Fernsehen alles verfälscht wird, kommen ihr Zweifel – vielleicht war Ben doch unschuldig?

Nach seiner erneuten Festnahme landet Ben in der brutalen Spielshow „The Running Man“.
Das Prinzip:
Verurteilte Verbrecher müssen in einer abgeriegelten Zone um ihr Leben rennen, während das Publikum live dabei zusieht, wie professionelle „Jäger“ (die sogenannten Gladiatoren) sie töten.
Überlebt man, ist man frei. Theoretisch.

Natürlich ist alles manipuliert.
Ben wird gemeinsam mit zwei Freunden in die Todeszone geschickt.
Doch der Cop von einst entpuppt sich als zäher Gegner:
Er erwürgt den Eishockey-Irren Subzero mit Stacheldraht, schneidet Buzzsaw in zwei und schont sogar Dynamo – den dicken Typen mit der Elektro-Rüstung, der aussieht wie eine wandelnde Diskokugel.

Amber wird inzwischen ebenfalls gefangen und in die Zone geschickt.
Sie findet Beweise, dass die Show gefälscht ist und Ben nie ein Mörder war.
Zusammen mit dem Widerstand hacken sie das System – und plötzlich sehen die Zuschauer live, dass sie seit Jahren belogen werden.

Natürlich kommt es zum großen Finale:
Ben ballert sich durch das Studio, erledigt den schmierigen Showmaster Killian,
und die Menschen jubeln – das Fernsehen hat sich selbst entlarvt.


⚙️ Hintergrund

The Running Man basiert auf einer Geschichte von Stephen King, der sie unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte.
Vom Buch blieb allerdings nicht viel übrig – außer dem Grundkonzept und ein paar Namen.

Regie führte Paul Michael Glaser (ja, der Starsky aus Starsky & Hutch).
Die Zukunftsvision ist typisch 80er: Neonfarben, Schulterpolster, Latexanzüge – und Computer mit grüner Schrift auf schwarzem Bildschirm.
Heute wirkt das alles wunderbar trashig.

Spannend:
Die Idee einer tödlichen TV-Show, in der Menschen um ihr Leben kämpfen, wirkt erstaunlich aktuell.
Filme wie Battle Royale, The Hunger Games oder Squid Game sind im Prinzip moderne Varianten derselben Idee.

Und Arnold?
Er macht das, was er am besten kann:
coole Sprüche, kantige Action, null Tiefgang – aber maximaler Unterhaltungswert.


💬 Fazit

The Running Man will eigentlich eine Mediensatire sein,
doch statt die Gewalt zu kritisieren, feiert er sie hemmungslos.
Und genau das macht ihn so charmant.

Ich liebe die völlig überdrehten Gladiatoren, die billige 80er-Zukunft,
und die Mischung aus Sci-Fi, Trash und Arnie-Ego-Show.
Wenn ich Bock auf einen echten 80er-Actionfilm habe, dann auf den. Kein Meisterwerk, aber mich unterhält der total!

8 von 10 Punkten.

📊 Bewertungsmatrix – The Running Man (1987)

Story    ⭐⭐⭐☆☆  Solide 80er-Dystopie, simpel aber wirkungsvoll
Darsteller  ⭐⭐⭐⭐☆  Arnie liefert, Killian herrlich schmierig
Atmosphäre  ⭐⭐⭐⭐☆  Kultige Neon-Zukunft, herrlich überzogen trashig
Action    ⭐⭐⭐⭐☆  Kurzweilig, laut, brutal, maximal unterhaltsam
Satire-Faktor ⭐⭐⭐☆☆  Gute Idee, wenig Tiefe, aber pointiert genug

Gesamt: 🎯 8/10 Punkten – Überdrehter 80er-Kult mit Arnie in Bestform.

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