🌴 🎬 Vorgeschichte
Ich hab den ersten Film gesehen und wollte die Review eigentlich schon im Oktober online stellen –
ich hatte nämlich nicht vor, weitere Teenie-Slasher in nächster Zeit zu bringen.
Die Fortsetzungen zu Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast hatte ich eh nicht.
Dann fiel mir aber Teil 3 in die Hände – und ich konnte nicht widerstehen, ihn zu kaufen.
Aber wenn man Teil 1 und Teil 3 bringt, fehlt da ja irgendwie die Mitte.
Also auf zum Wühltisch in Kiel:
Seit Wochen lag dort Teil 2 für 3 Euro – und siehe da, er lag immer noch da.
Nachdem mir Teil 1 so gut gefallen hatte, hatte ich Teil 2 damals sogar im Kino gesehen.
Nur gekauft hatte ich ihn nie – bis jetzt eben.
⚠️ Inhalt mit Spoiler
Rio!
Die Hauptstadt von Brasilien bringt Karla den großen Gewinn ein – ein Wochenende auf den Bahamas.
Nur blöd, dass Rio gar nicht die Hauptstadt von Brasilien ist.
Das fällt aber niemandem auf – und so läuft man fröhlich in die Falle.
🩸 Willkommen im Tropensturm
Karla fährt mit ihrem Freund, Julie und Will zur Insel.
Denn Ray, Julies Freund, kann nicht mitkommen.
Er ist beleidigt, weil Julie nicht zu ihm kommt –
doch sie will nicht am Jahrestag zurück an den Ort,
wo all ihre Freunde gestorben sind.
Ray sieht es ein, fährt ihr aber hinterher –
und wird prompt von einem Fischer überfallen, der ihn fast umbringt.
Er landet im Krankenhaus, überlebt und versucht danach verzweifelt, auf Julies Insel zu kommen.
☠️ Auf der Insel
Dort geht’s hoch her:
Am 4. Juli ist auf den Bahamas Wintersaison,
und ein Tropensturm zieht auf.
Die Insel ist fast leer – nur ein paar Angestellte und Einwohner sind geblieben.
Und natürlich ein übel gelaunter Fischer,
der einen nach dem anderen umbringt.
Doch dieses Mal hat er Hilfe:
Sein Sohn hat Karla und Julie auf die Insel gelockt,
um Rache zu nehmen.
Als nur noch Julie übrig ist,
wollen Vater und Sohn die Sache beenden –
doch da taucht Ray auf, und es kommt zum Kampf.
Der endet damit, dass der Fischer seinen eigenen Sohn tötet
und anschließend von Julie erschossen wird.
Leider ist der Film damit noch nicht zu Ende –
denn der Fischer liegt einige Zeit später wieder unter Julies Bett.
💸 Hintergrund - Ein teurer Flop
An den Kinokassen floppte der Film –
im Vergleich zum Vorgänger ziemlich deutlich.
-
Teil 1: 17 Mio. Dollar Budget → 125 Mio. Einspiel
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Teil 2: 24 Mio. Dollar Budget → nur ca. 40 Mio. Einspiel
Da hatte man sich mehr erhofft – besonders,
weil man die Überlebenden des ersten Films wieder dabei hatte.
Die Darsteller:
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Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze Jr. (wieder als Julie & Ray)
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Brandy (damals als Sängerin extrem erfolgreich)
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Mekhi Phifer
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Muse Watson (zum zweiten Mal als irrer Fischer)
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und Jack Black – leider einer der Tiefpunkte des Films.
🎭 Figuren & Handlung
Kennt ihr die Geschichte von Peter und der Wolf?
Wer immer um Hilfe schreit, wird irgendwann nicht mehr ernst genommen.
So ähnlich ist das hier:
Von der ersten Minute an spielt Spannungsmusik,
jede Schranktür wird aufgerissen,
und jedes Mal denkt man:
Jetzt kommt der Killer!
Und was kommt?
Ein harmloser Jumpscare.
Das passiert ständig –
und so verspielt der Film jede Spannung,
weil man sie irgendwann schlicht nicht mehr ernst nimmt.
🧠 Fehlende Logik
Der erste Film hatte eine clevere Story –
hier: Fehlanzeige.
Wir haben einen Haufen blöder Figuren,
die es alle verdient haben zu sterben.
-
Karlas Freund? Seine komplette Charakterisierung besteht darin, dass er geil auf sie ist.
-
Ray? Sieht man nur auf der Straße, wie er versucht, auf die Insel zu kommen.
Natürlich kommt er pünktlich zum Finale, um den Helden zu spielen. -
Dazu ein Voodoo-Mann und ein Kiffer,
die beide wirken, als hätte man sie aus einem anderen Film geklaut.
Und das Ende …
Der Typ wurde 5–6 Mal erschossen,
dieses Mal muss man doch seine Leiche gefunden haben.
Aber nein – er lebt natürlich wieder.
(Die letzte Szene aus Teil 1 war ja schon ein Traum – also passt’s irgendwie ins Konzept.)
🔍 Logiklöcher deluxe
-
In Julies Schrank hängt eine blutende Leiche – sie schreit, holt die Freunde – zack, alles weg.
Kein Blut, keine Spuren.
Der einhändige Fischer hat also in zwei Minuten Leiche und Schrank blitzblank poliert. -
Oder: Woher wusste der Mörder überhaupt, dass sie da ist?
Absolut unglaubwürdig.
❌ Fazit
Was bleibt, ist ein mieses Gefühl –
nämlich dass dieser Film auch den guten ersten Teil mit runterreißt,
weil hier dieselben Darsteller wieder mitspielen.
Manchmal sollte man’s einfach gut sein lassen.
Ich kann wirklich nichts Gutes an dem Film finden:
blöde Figuren, blöde Handlung, versauter Spannungsaufbau
und eine extrem enttäuschte Erwartungshaltung,
die einen Extraminuspunkt verdient.
💀 2 von 10 möglichen Punkten.
| Kategorie | Wertung | Begründung |
|---|---|---|
| Story | ⭐☆☆☆☆ | Die Grundidee ist konstruiert, die Rio-Falle dämlich und der Racheplan wackelig |
| Figuren | ⭐☆☆☆☆ | Fast alle nerven oder bleiben völlig flach |
| Spannung | ⭐☆☆☆☆ | Zu viele falsche Alarme zerstören jede Wirkung |
| Killer & Finale | ⭐⭐☆☆☆ | Der Fischer hat noch Präsenz, aber das Wieder-auferstehen wird albern |
| Atmosphäre | ⭐⭐☆☆☆ | Insel, Sturm und leeres Hotel hätten Potenzial, werden aber kaum genutzt |
| Logik | ⭐☆☆☆☆ | Blutende Leiche weg, keine Spuren, Killer weiß alles: klar doch |
| Wiedersehwert | ⭐☆☆☆☆ | Eher Pflicht wegen Teil 1 und 3 als freiwillige Rückkehr |
Endwertung: 2 von 10 Punkten
Eine schwache Fortsetzung mit nervigen Figuren, kaputtem Spannungsaufbau und Logiklöchern im XXL-Hawaiihemd. Der erste Teil hatte noch Biss, dieser hier kaut nur noch auf dem Haken herum.
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