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Toll, nun war ich einige Tage nicht zu Hause, und meine Internetverbindung von unterwegs war so mies, dass ich keine Bilder hochladen konnte. Man sah das Ergebnis bei The Dead – die Bilder wurden nun nachgefügt, und ich bitte noch um Entschuldigung.
Nun geht es aber wie gewohnt weiter, und jetzt kann ich auch wieder posten – endlich!
Spider-Man, das Flaggschiff von Marvel. Selbst der kleine Kanadier Wolverine kommt mit der Popularität des Netzkopfes nicht mit. Spider-Man ist allgegenwärtig. Aktuell ist er im Comic in seinen eigenen Serien (japp, Mehrzahl) zu sehen, außerdem ist er in zwei Rächer-Teams vertreten und auch noch als neues Mitglied bei den Fantastischen Vier dabei. Außerdem ist er gern gesehener Gast in anderen Serien. Sollte er in einer fremden Reihe auftauchen, kann man sicher sein, dass er natürlich auch auf deren Cover abgebildet wird.
Spider-Man verkauft sich – und auch der erste Teil der neuen Kinofilme war ein fetter Erfolg. So war sehr schnell klar, dass der Netzschwinger einen zweiten Film bekommt. Auch der Gegner wurde relativ zügig von den Fans erraten: Neben dem Grünen Kobold ist Doc Ock wohl der bekannteste Gegner – und genau der wurde als Gegenspieler ausgewählt.
Gesehen habe ich den Film damals in Mainz im Cinestar-Kino. Meine Zeit in Mainz würde ich ins Jahr 2004 packen, in der Zeit müsste der Film also gelaufen sein.
🧪 Inhalt mit SPOILER
Peter ist wie immer pleite, und der Bugle kauft nur Bilder von Spider-Man, wenn sie ihn damit in die Pfanne hauen können. Peter sägt mit seinem Job also an dem Ast, auf dem er als Spider-Man sitzt.
Mit Mary Jane ist auch nicht gut Kirschen essen – es geht so weit, dass sie sich sogar mit dem Sohn von Peters Chef beim Bugle verlobt. Harry hingegen ist besessen davon, den Mörder seines Vaters in die Finger zu bekommen: Spider-Man! Und er nimmt es Peter übel, dass dieser seinen „Freund“ schützt. Auch im Studium läuft es nicht rund – Superheld zu sein ist halt ein Fulltime-Job, da bleibt keine Zeit zum Lernen.
Harry will seinem Freund etwas Gutes tun. Da er Oscorp übernommen hat, stellt er ihm seinen Star-Wissenschaftler vor: Otto Octavius. Man versteht sich so gut, dass Peter auch am nächsten Tag mit dabei sein darf, als eine neue Energiequelle vorgestellt werden soll: Fusionsenergie. Der geniale Octavius hat durch Harrys Geld forschen können und will nun mit der Hilfe von vier Tentakelarmen, die eine künstliche Intelligenz besitzen, den Fusionsreaktor einschalten.
Doch ein Fehler in der Berechnung lässt das Ganze zum Desaster werden: Ottos Frau kommt bei dem Unfall ums Leben, die Tentakel verschmelzen mit Octavius, und die KI übernimmt langsam die Kontrolle. Spider-Man rettet zwar die Stadt vor einer Katastrophe, doch Ock sieht seinen Fehler nicht ein. Mit allen Mitteln will er den Versuch wiederholen.
Als er aus dem Krankenhaus ausbricht, überfällt er eine Bank, um an Geld zu kommen, und gerät wieder an den Spinnenmann.
Da er für seinen Fusionsreaktor aber noch ein seltenes Metall benötigt, will Ock Osborn unter Druck setzen – doch dieser kooperiert bereitwillig, unter einer Bedingung: „Bring mir Spider-Man lebend!“
Da Harry weiß, dass Peter Kontakt zu dem Netzkopf hat, rät er Ock, Peter unter Druck zu setzen. Der ist gerade mal wieder mit Mary Jane unterwegs – also entführt Ock Mary Jane, damit Peter Spider-Man zu Hilfe holt.
Peter wirft natürlich sein Dress wieder an (ich hab die Nebenhandlung mit seinen Selbstzweifeln mal unerwähnt gelassen) und eilt zur Rettung. Doch er verliert und Ock liefert Spider-Man an Osborn. Als dieser Spider-Man demaskiert und erfährt, dass sein bester Freund der vermeintliche Mörder des Vaters ist, ist er natürlich entsetzt.
Peter entkommt Harry und weiß durch ihn, wo er Ock zu suchen hat. Der Doc ist gerade dabei, sein finsteres Werk zu vollenden, kriegt von Spidey aber eins auf die Mütze – und als das Experiment außer Kontrolle gerät, opfert sich Ock und stirbt. Aber New York ist gerettet.
Harry findet hingegen noch das Versteck seines Vaters und will diesen nun rächen.
🧪 Hintergrund
Mit Alfred Molina hat man den neuen Schurken für Spider-Man perfekt besetzt. Ich könnte mir keinen besseren Doc Ock vorstellen als ihn. Ock wertet den Film enorm auf – wie er sich bewegt, wie er gegen Spidey kämpft, das alles passt. Genauso sollte es sein.
Außerdem ist die Rahmenhandlung aus dem ersten Film noch vorhanden und wird konsequent fortgeführt. Denn auch Harry Osborn, wieder gespielt von dem genialen James Franco, kocht sein eigenes Süppchen.
Hinzu kommen noch Tobey Maguire und Kirsten Dunst, die das Ensemble komplett machen. Aber natürlich sollten auch die Nebenfiguren erwähnt werden: Tante May ist mir im Film etwas zu greisenhaft geraten, auch wenn sie natürlich noch agil ist.
J. J. Jameson macht seine Sache gut und sorgt für die besten Lacher – auch wenn mir sein Aussehen etwas zu aufgesetzt rüberkommt. Ja, er sieht aus wie im Comic, aber kein normaler Mensch würde so herumlaufen, und dadurch wirkt die Figur nicht sonderlich real.
Schlimmer aber ist Joe Robertson, seine rechte Hand. Das ist eine glatte Fehlbesetzung: Im Comic die gute Seele vom Bugle, ist er hier nur eine recht nervige Fettbacke ohne Tiefe – nicht mehr als ein Stichwortgeber ohne Eigenleben.
Weitere Auftritte haben John Jameson, der Sohn des Bugle-Chefs – im Comic wird aus ihm eine Art Werwolf, da der Astronaut einen Mondstein (oder so etwas in der Art) gefunden hat, der ihn verwandelt. Auch im Film ist John Astronaut, jedoch kein Wolf.
Der letzte im Bunde ist Dr. Connors, im Film der einarmige Professor von Peter an der Uni. Aus ihm wird im Comic ein weiterer klassischer Gegner von Spider-Man, nämlich die Echse. Diese wird übrigens im kommenden Spider-Man-Film der Gegner werden – mehr zu Connors dann im dritten Teil.
Auch wenn ich die kleineren Rollen nun kritisiert habe – da muss man Abstriche machen, denn sie schaden dem Film nicht. Die Haupthandlung und auch die Hauptdarsteller machen ihre Sache verdammt gut, und es bringt Spaß, ihnen zuzusehen.
Die Handlung bringt ebenfalls Spaß. Ich hab Spider-Mans Selbstzweifel und Kräfteverlust mal aus der Inhaltsangabe gelassen – das auch noch einzuflechten, wäre etwas kompliziert geworden.
Der Film wirkt trotz dieser Handlungsstränge – also Selbstzweifel und Kräfteverlust, Doc Ock mit seiner Maschine, Harry gegen Spider-Man, Mary Jane, die jemand anderen heiraten will, und Tante May, die Geldprobleme hat – nicht überladen. Das ist definitiv ein Kunststück, das man Sam Raimi hoch anrechnen muss.
Denn wie im ersten Film war er der Mann hinter der Kamera, der alle Fäden zog. Raimi scheint verstanden zu haben, worauf es bei den Figuren ankommt und wie sie agieren müssen. So hat auch der Comic-Fanboy seinen Spaß am Film – genau wie der normale Zuschauer.
🕸️ Fazit
Aktuell ist Spider-Man 2 der beste Film rund um den Netzkopf. Die Handlung ist klasse, die Darsteller sind perfekt besetzt, die Kämpfe spektakulär – der Film ist fast perfekt.
Hin und wieder ist Peters Pech vielleicht etwas zu aufgesetzt, und die Szene mit „Wir Amis helfen einander in der Not“ in der Straßenbahn ist für mich auch störend. Das sind aber wirklich nur Kleinigkeiten.
Spider-Man 2 verdient eine gute Wertung – eine sehr gute mit 9 von 10 möglichen Punkten.
📊 Bewertungsmatrix – Spider-Man 2
Story ⭐⭐⭐⭐⭐ Viele Handlungsstränge, aber erstaunlich sauber erzählt – Peters Krise trägt den Film
Darsteller ⭐⭐⭐⭐⭐ Maguire, Dunst und Molina stark; Alfred Molina ist als Doc Ock eine Idealbesetzung
Action & Effekte ⭐⭐⭐⭐⭐ Spektakuläre Kämpfe, starke Tentakel-Inszenierung und bis heute ikonische Setpieces
Comicgefühl ⭐⭐⭐⭐⭐ Raimi versteht die Figur, ihre Tragik und ihren Alltagsstress besser als fast jeder andere
Nebenfiguren ⭐⭐⭐☆☆ Viele schöne Comic-Anspielungen, aber manche Rollen bleiben blass oder etwas überzeichnet
🔥 Endwertung: 9 von 10 Punkten
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