Mittwoch, 10. Juni 2026

Blaue Bohnen für ein Halleluja (1967)

 

🤠 Der schon vierte Film des neuen Labels „Bud Spencer und Terence Hill“ ist etwas Besonderes – warum, dazu später mehr in den Anmerkungen.

Zuerst aber eine kleine Vorgeschichte:
Ich war in Kiel im Media Markt. Wir wollten einen Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Abend machen – also Verkäufer gefragt, ob sie eine Box da hätten. „Wir haben nur die hier, 12 Filme, 14 Euro. Nimm oder lass es.“
Na super. Kein einziger bekannter Titel.

Und dann wundern sich die Leute, warum man alles online kauft.
Die regionale Wirtschaft soll ja unterstützt werden – aber Ketten wie Media Markt haben doch selbst die kleinen Läden verdrängt. Jetzt verdrängt sie eben der Onlinehandel.
Ich hätte ja gesagt: „Wir haben gerade nur diese Box da, aber ich kann Ihnen gern was Passendes bestellen.“ Stattdessen: null Interesse.
Also Amazon. Klick. Bekommen, was ich wollte. Und dann lag Blaue Bohnen für ein Halleluja in der Post – der beste Western seines Genres.
Und zwar, weil es in dem Genre sonst keinen gibt.


🎵 Inhaltsangabe (mit Spoiler)

Lasst uns alle singen und tanzen!
„Little Big Jane“ ist eine Revolverheldin, die einer Bande von Gaunern ihr Gold abnimmt und es zu ihren tanzfreudigen Freunden bringt – den Indianern. Diese wollen das Gold dem Berg zurückgeben, „weil es ihm gehört“. Also beschafft Jane ihnen das Gold wieder.

Dabei kämpft sie gegen Ringo, Django (ja, den Django – mit dem Maschinengewehr im Sarg) und trifft auf Pancho. Hilfe bekommt sie von Texas Joe, in den sie sich prompt verliebt.
Sie träumt schon von der Hochzeit, als Joe plötzlich selbst das Gold klauen will. Doch die Indianer erwischen ihn – und tanzen ihm vor, wie sie ihn umbringen wollen.
Jane rettet ihn, Joe kommt zur Vernunft, wird gefangen, entkommt, hilft, die Mine mit dem Gold zu sprengen.
Happy End? Irgendwie. Jane reitet enttäuscht davon, Joe reitet hinterher – also klassisch offen.


🎬 Analyse

Hört sich schon beschissen an, oder? Ist es auch.
Dabei fängt der Film eigentlich ganz ordentlich an – bis Little Big Jane plötzlich anfängt zu singen. Und alle machen mit.
WTF?!?
Und wo bleibt Terence Hill? Der taucht nach gefühlten tausend Tanzeinlagen endlich auf.

Der Film ist absurd bis zum Anschlag:
Alle halten Jane für einen Jungen, weil sie Hosen trägt.
Ein Maschinengewehr steckt in einem Sarg.
Ihr Revolver ist aus Gold – und sie schraubt Granaten vorne drauf, um sie abzufeuern.
Sie hat also nicht nur eine goldene Knarre, sondern auch einen goldenen Granatenwerfer.

Das Ganze wurde irgendwo mal als „Musical-Western“ bezeichnet. Ich wusste nicht mal, dass es sowas gibt.
Neben Terence Hill spielt hier Rita Pavone die Hauptrolle – eine italienische Schlagersängerin, die in den 60ern mit Wenn ich ein Junge wäre sogar Platz 2 in den deutschen Charts erreichte. Weitere Highlights ihrer Diskografie: Mein Jack, der ist zwei Meter groß, Kiddy Kiddy Kiss Me oder Heut lad ich mir die Cartwrights ein.
Und ja: Der Soundtrack zu diesem Film erschien tatsächlich auf Schallplatte.


💬 Fazit

Ich hab drauf gewartet. Ehrlich.
Ich dachte: „Los, Terence, sing doch mal mit!“
Aber er tat es nicht – und sah in den Tanzszenen auch herrlich deplatziert aus.

Als ich sagte, es sei der beste Western dieses Genres, meinte ich natürlich:
Ich kenne keinen besseren Musical-Western. Und das ist auch gut so.

Trotzdem hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert.
So eine dämliche Scheiße kann man nicht ernst nehmen – spätestens, wenn die Indianer Texas Joe vortanzen, wie sie ihn hinrichten wollen, sollte man das Ganze mit einem Augenzwinkern sehen.

3 von 10 Punkten.
Und das ist großzügig.
Hätte ich nicht mehrmals ungläubig laut gelacht, stünden da locker zwei Punkte weniger.
Ich hab’s trotzdem gesehen und dem Blogtitel so alle Ehre gemacht.

📊 Bewertungsmatrix – Blaue Bohnen für ein Halleluja

Story    ⭐☆☆☆☆  Gold, Indianer, Django, Pancho, Texas Joe und eine singende Revolverheldin – das ist weniger Handlung als ein Western-Fiebertraum

Darsteller  ⭐⭐☆☆☆  Rita Pavone spielt mit Energie, Terence Hill wirkt dagegen oft, als hätte ihn jemand versehentlich in ein Musical geschubst

Musik & Gesang ⭐⭐☆☆☆  Als Musical-Western natürlich zentral, aber die Songs sind eher kurios als gut – immerhin bleibt der Wahnsinn hängen

Westerngefühl  ⭐☆☆☆☆  Särge, Gold, Revolver und Banditen sind da, aber jeder ernsthafte Westernmoment wird sofort von Tanz und Klamauk erschossen

Trashfaktor  ⭐⭐⭐⭐☆  Goldener Revolver mit Granatenaufsatz, tanzende Indianer und absurde Einfälle sorgen für ungläubiges Lachen

Unterhaltung  ⭐⭐⭐☆☆  Schlecht, aber nicht langweilig genug für den Totalausfall – dafür ist das Ganze zu bescheuert

🔥 Endwertung: 3 von 10 Punkten
Schlecht, aber mit blinkendem Unfallwagen. Kein guter Film, aber einer, bei dem man mehrfach laut fragt, was zur Hölle man da gerade sieht.

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Dienstag, 9. Juni 2026

Sommersturm (2004)

 

☀️ Sommersturm (2004)

„Willkommen, du bist angekommen.“

Endlich wieder was für meine Queer-Cinema-Rubrik! Und wie passend, denn diesen Monat will ich zum Pride Month, zumindest jede Woche einen Film in der Rubrik Queer Cinema bringen.
Sommersturm fehlte hier bisher – und das ist fast schon eine Sünde. Der Film ist ein deutscher Klassiker des Coming-of-Age-Kinos und gehört zu den Titeln, die so gut wie jeder schwule Mann in Deutschland schon gesehen hat. Und wenn nicht – bitte sofort nachholen!

Ich hab den Film nicht im Kino gesehen (lief 2004), sondern ein Jahr später bei einem Freund. Spätestens da war klar: der kommt ins Regal. Letzten Sommer hab ich ihn endlich wieder hervorgeholt – und er funktioniert immer noch.


⚙️ Handlung (Spoiler)

Tobi (Robert Stadlober) verbringt die Sommerferien nicht am Strand, sondern beim Ruderturnier mit seiner Mannschaft. Kein Problem – schließlich ist Achim (Kostja Ullmann) dabei, sein bester Freund … und heimlicher Schwarm.

Offiziell hat Tobi aber Anke (Alicja Bachleda-Curus), die ihn liebt, aber im Grunde nur sein Alibi ist.
Achim wiederum ist mit Sandra (Miriam Morgenstern) zusammen, was Tobis Eifersucht nur weiter anheizt.

Als beim Turnier die Berliner Frauenmannschaft absagt, rücken die „Queerschläger“ nach – ein schwules Team. Für die Jungs erst mal ein Kuriosum, aber der homophobe Schorsch (Joseph M’Barek) ist der Einzige, der wirklich Probleme macht.

Zwischen Tobi und Achim knistert es, doch Tobis Versuch, sich zu öffnen, endet im Streit. Trost findet er bei Leo (Marlon Kittel) von den Queerschlägern – und erlebt mit ihm seine erste gleichgeschlechtliche Erfahrung.

Als Tobi sich schließlich auch Anke gegenüber outet, bricht ein Sturm los – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn.
Ein nächtlicher Gewittersturm zerstört Boote, die Teams müssen Schutz in einer Jugendherberge suchen, und die Emotionen kochen endgültig über.
Am nächsten Morgen outet sich Tobi vor der gesamten Mannschaft.

Leo ist verletzt, die Queerschläger brauchen Ersatz – und ausgerechnet Schorsch wird ins Boot gesetzt. Am Ende gewinnen sie gemeinsam, Tobi und Achim versöhnen sich, und die Sonne bricht wieder durch.


🎬 Produktion & Besetzung

Sommersturm ist 98 Minuten Jugend, Wut, Scham und Aufbruch – und trotz der heiteren Tonlage erstaunlich ehrlich.

Robert Stadlober ist als Tobi überragend – verletzlich, chaotisch, authentisch.
Kostja Ullmann als Achim überzeugt ebenso, und die Nebenrollen sind sympathisch besetzt: Jürgen Tonkel als gutmütiger Trainer, Alicja Bachleda-Curus als Anke, Miriam Morgenstern als Sandra.

Auf Seiten der Queerschläger glänzt Marlon Kittel als Leo, dazu Hanno Koffler (später Freier Fall) als Malte und Joseph M’Barek – ja, der Bruder von Elyas.

Ein kleiner Produktionsfunfact: Die große Sturmszene musste wegen eines echten Sturms verschoben werden – am nächsten Tag kam der Wind dann von Hubschraubern.


🎵 Soundtrack

Der Score stammt von Niki Reiser, dazu Songs von Kerosin (der Band von Hanno Koffler) und natürlich Rosenstolz mit „Willkommen“ – das inoffizielle Queer-Hymnenlied einer ganzen Generation.
Auch The Power of Love (Frankie Goes to Hollywood) darf nicht fehlen.


☂️ Fazit

Sommersturm fängt dieses Gefühl von Klassenfahrt, Unsicherheit und Erwachsenwerden perfekt ein. Ein Film, der nie über seine Figuren lacht, sondern sie versteht.
Ja, manches löst sich vielleicht etwas zu schnell auf – aber das gehört zur Wärme dieses Films.

Ich mag ihn sehr, auch wenn ich ihn nicht jedes Jahr sehen muss. Wo Latter Days für mich ein Wiederseh-Film ist, braucht Sommersturm eher fünf Jahre Pause – dann wirkt er wieder frisch.

8 von 10 Punkten.
Ein deutscher Coming-Out-Klassiker, der verdient Kultstatus hat – und der noch immer zeigt, wie sich Sommer, Freundschaft und Wahrheit anfühlen.

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Montag, 8. Juni 2026

Spider-Man 2 (2004)

 

🕷️ 

Toll, nun war ich einige Tage nicht zu Hause, und meine Internetverbindung von unterwegs war so mies, dass ich keine Bilder hochladen konnte. Man sah das Ergebnis bei The Dead – die Bilder wurden nun nachgefügt, und ich bitte noch um Entschuldigung.
Nun geht es aber wie gewohnt weiter, und jetzt kann ich auch wieder posten – endlich!

Spider-Man, das Flaggschiff von Marvel. Selbst der kleine Kanadier Wolverine kommt mit der Popularität des Netzkopfes nicht mit. Spider-Man ist allgegenwärtig. Aktuell ist er im Comic in seinen eigenen Serien (japp, Mehrzahl) zu sehen, außerdem ist er in zwei Rächer-Teams vertreten und auch noch als neues Mitglied bei den Fantastischen Vier dabei. Außerdem ist er gern gesehener Gast in anderen Serien. Sollte er in einer fremden Reihe auftauchen, kann man sicher sein, dass er natürlich auch auf deren Cover abgebildet wird.

Spider-Man verkauft sich – und auch der erste Teil der neuen Kinofilme war ein fetter Erfolg. So war sehr schnell klar, dass der Netzschwinger einen zweiten Film bekommt. Auch der Gegner wurde relativ zügig von den Fans erraten: Neben dem Grünen Kobold ist Doc Ock wohl der bekannteste Gegner – und genau der wurde als Gegenspieler ausgewählt.

Gesehen habe ich den Film damals in Mainz im Cinestar-Kino. Meine Zeit in Mainz würde ich ins Jahr 2004 packen, in der Zeit müsste der Film also gelaufen sein.


🧪 Inhalt mit SPOILER

Peter ist wie immer pleite, und der Bugle kauft nur Bilder von Spider-Man, wenn sie ihn damit in die Pfanne hauen können. Peter sägt mit seinem Job also an dem Ast, auf dem er als Spider-Man sitzt.

Mit Mary Jane ist auch nicht gut Kirschen essen – es geht so weit, dass sie sich sogar mit dem Sohn von Peters Chef beim Bugle verlobt. Harry hingegen ist besessen davon, den Mörder seines Vaters in die Finger zu bekommen: Spider-Man! Und er nimmt es Peter übel, dass dieser seinen „Freund“ schützt. Auch im Studium läuft es nicht rund – Superheld zu sein ist halt ein Fulltime-Job, da bleibt keine Zeit zum Lernen.

Harry will seinem Freund etwas Gutes tun. Da er Oscorp übernommen hat, stellt er ihm seinen Star-Wissenschaftler vor: Otto Octavius. Man versteht sich so gut, dass Peter auch am nächsten Tag mit dabei sein darf, als eine neue Energiequelle vorgestellt werden soll: Fusionsenergie. Der geniale Octavius hat durch Harrys Geld forschen können und will nun mit der Hilfe von vier Tentakelarmen, die eine künstliche Intelligenz besitzen, den Fusionsreaktor einschalten.

Doch ein Fehler in der Berechnung lässt das Ganze zum Desaster werden: Ottos Frau kommt bei dem Unfall ums Leben, die Tentakel verschmelzen mit Octavius, und die KI übernimmt langsam die Kontrolle. Spider-Man rettet zwar die Stadt vor einer Katastrophe, doch Ock sieht seinen Fehler nicht ein. Mit allen Mitteln will er den Versuch wiederholen.

Als er aus dem Krankenhaus ausbricht, überfällt er eine Bank, um an Geld zu kommen, und gerät wieder an den Spinnenmann.
Da er für seinen Fusionsreaktor aber noch ein seltenes Metall benötigt, will Ock Osborn unter Druck setzen – doch dieser kooperiert bereitwillig, unter einer Bedingung: „Bring mir Spider-Man lebend!“

Da Harry weiß, dass Peter Kontakt zu dem Netzkopf hat, rät er Ock, Peter unter Druck zu setzen. Der ist gerade mal wieder mit Mary Jane unterwegs – also entführt Ock Mary Jane, damit Peter Spider-Man zu Hilfe holt.

Peter wirft natürlich sein Dress wieder an (ich hab die Nebenhandlung mit seinen Selbstzweifeln mal unerwähnt gelassen) und eilt zur Rettung. Doch er verliert und Ock liefert Spider-Man an Osborn. Als dieser Spider-Man demaskiert und erfährt, dass sein bester Freund der vermeintliche Mörder des Vaters ist, ist er natürlich entsetzt.

Peter entkommt Harry und weiß durch ihn, wo er Ock zu suchen hat. Der Doc ist gerade dabei, sein finsteres Werk zu vollenden, kriegt von Spidey aber eins auf die Mütze – und als das Experiment außer Kontrolle gerät, opfert sich Ock und stirbt. Aber New York ist gerettet.
Harry findet hingegen noch das Versteck seines Vaters und will diesen nun rächen.

🧪 Hintergrund

Mit Alfred Molina hat man den neuen Schurken für Spider-Man perfekt besetzt. Ich könnte mir keinen besseren Doc Ock vorstellen als ihn. Ock wertet den Film enorm auf – wie er sich bewegt, wie er gegen Spidey kämpft, das alles passt. Genauso sollte es sein.

Außerdem ist die Rahmenhandlung aus dem ersten Film noch vorhanden und wird konsequent fortgeführt. Denn auch Harry Osborn, wieder gespielt von dem genialen James Franco, kocht sein eigenes Süppchen.

Hinzu kommen noch Tobey Maguire und Kirsten Dunst, die das Ensemble komplett machen. Aber natürlich sollten auch die Nebenfiguren erwähnt werden: Tante May ist mir im Film etwas zu greisenhaft geraten, auch wenn sie natürlich noch agil ist.

J. J. Jameson macht seine Sache gut und sorgt für die besten Lacher – auch wenn mir sein Aussehen etwas zu aufgesetzt rüberkommt. Ja, er sieht aus wie im Comic, aber kein normaler Mensch würde so herumlaufen, und dadurch wirkt die Figur nicht sonderlich real.
Schlimmer aber ist Joe Robertson, seine rechte Hand. Das ist eine glatte Fehlbesetzung: Im Comic die gute Seele vom Bugle, ist er hier nur eine recht nervige Fettbacke ohne Tiefe – nicht mehr als ein Stichwortgeber ohne Eigenleben.

Weitere Auftritte haben John Jameson, der Sohn des Bugle-Chefs – im Comic wird aus ihm eine Art Werwolf, da der Astronaut einen Mondstein (oder so etwas in der Art) gefunden hat, der ihn verwandelt. Auch im Film ist John Astronaut, jedoch kein Wolf.

Der letzte im Bunde ist Dr. Connors, im Film der einarmige Professor von Peter an der Uni. Aus ihm wird im Comic ein weiterer klassischer Gegner von Spider-Man, nämlich die Echse. Diese wird übrigens im kommenden Spider-Man-Film der Gegner werden – mehr zu Connors dann im dritten Teil.

Auch wenn ich die kleineren Rollen nun kritisiert habe – da muss man Abstriche machen, denn sie schaden dem Film nicht. Die Haupthandlung und auch die Hauptdarsteller machen ihre Sache verdammt gut, und es bringt Spaß, ihnen zuzusehen.


Die Handlung bringt ebenfalls Spaß. Ich hab Spider-Mans Selbstzweifel und Kräfteverlust mal aus der Inhaltsangabe gelassen – das auch noch einzuflechten, wäre etwas kompliziert geworden.

Der Film wirkt trotz dieser Handlungsstränge – also Selbstzweifel und Kräfteverlust, Doc Ock mit seiner Maschine, Harry gegen Spider-Man, Mary Jane, die jemand anderen heiraten will, und Tante May, die Geldprobleme hat – nicht überladen. Das ist definitiv ein Kunststück, das man Sam Raimi hoch anrechnen muss.

Denn wie im ersten Film war er der Mann hinter der Kamera, der alle Fäden zog. Raimi scheint verstanden zu haben, worauf es bei den Figuren ankommt und wie sie agieren müssen. So hat auch der Comic-Fanboy seinen Spaß am Film – genau wie der normale Zuschauer.


🕸️ Fazit

Aktuell ist Spider-Man 2 der beste Film rund um den Netzkopf. Die Handlung ist klasse, die Darsteller sind perfekt besetzt, die Kämpfe spektakulär – der Film ist fast perfekt.

Hin und wieder ist Peters Pech vielleicht etwas zu aufgesetzt, und die Szene mit „Wir Amis helfen einander in der Not“ in der Straßenbahn ist für mich auch störend. Das sind aber wirklich nur Kleinigkeiten.

Spider-Man 2 verdient eine gute Wertung – eine sehr gute mit 9 von 10 möglichen Punkten.


📊 Bewertungsmatrix – Spider-Man 2

Story    ⭐⭐⭐⭐⭐  Viele Handlungsstränge, aber erstaunlich sauber erzählt – Peters Krise trägt den Film

Darsteller  ⭐⭐⭐⭐⭐  Maguire, Dunst und Molina stark; Alfred Molina ist als Doc Ock eine Idealbesetzung

Action & Effekte ⭐⭐⭐⭐⭐  Spektakuläre Kämpfe, starke Tentakel-Inszenierung und bis heute ikonische Setpieces

Comicgefühl  ⭐⭐⭐⭐⭐  Raimi versteht die Figur, ihre Tragik und ihren Alltagsstress besser als fast jeder andere

Nebenfiguren ⭐⭐⭐☆☆  Viele schöne Comic-Anspielungen, aber manche Rollen bleiben blass oder etwas überzeichnet

🔥 Endwertung: 9 von 10 Punkten

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Sonntag, 7. Juni 2026

Mommy (2014)

 🎞️ Mommy (2014)

Ich wusste kaum etwas über den Film, als ich ins Kino ging – nur, dass es ein Drama sein sollte, kein typischer Blockbuster, und dass der Hauptdarsteller angeblich gut aussehen sollte (na ja … geht so).
Also saß ich zum ersten Mal in der Traumfabrik in Kiel, meinem kleinen Lieblingskino für Filme, die nicht im Multiplex laufen – und ließ mich überraschen.


⚠️ Inhalt mit Spoiler

Steve, 16 Jahre alt, impulsiv und gewalttätig, fliegt aus einem Pflegeheim, nachdem er dort die Cafeteria angezündet und einen anderen Jungen schwer verletzt hat.
Kein Heim will ihn mehr aufnehmen.

Seine Mutter Die (Anne Dorval) hat nun zwei Optionen:
Entweder sie gibt ihre Rechte ab, und Steve kommt in eine geschlossene Einrichtung –
oder sie nimmt ihn zu sich nach Hause.

Für sie ist klar: Steve kommt heim.
Denn trotz allem liebt sie ihren Sohn und ist überzeugt,
dass eine geschlossene Anstalt ihn endgültig brechen würde.

Vor drei Jahren war ihr Mann gestorben,
seitdem ging alles bergab: Schulden, Wutausbrüche, Heimeinweisung.

Doch auch zu Hause eskaliert die Lage schnell wieder.
Als Die Steve des Diebstahls verdächtigt,
würgt er sie im Streit –
bis er sich am Bein verletzt.
Ein Arztbesuch wäre nötig,
doch Die will nicht auffallen – zu groß die Angst vor den Behörden.

Da taucht die Nachbarin Kyla (Suzanne Clément) auf.
Eine Lehrerin im Sabbatjahr,
die stottert und offenbar selbst psychisch angeschlagen ist.
Sie hilft Steve notdürftig,
und zwischen den dreien entsteht eine vorsichtige Freundschaft.

Kyla unterrichtet Steve,
Die arbeitet als Putzkraft und Übersetzerin –
und für eine Weile scheint alles besser zu werden.
Steve wird ruhiger,
träumt von einem Schulabschluss,
und die kleine Ersatzfamilie funktioniert irgendwie.

Doch dann kommt ein Brief:
Die muss für die Schäden im Heim aufkommen,
wo Steve das Feuer gelegt hat.
Die Schulden, die Angst – alles kehrt zurück.

Ein letzter Versuch, Hilfe zu bekommen, scheitert.
Steve versucht, sich das Leben zu nehmen.
Schließlich sieht Die keinen anderen Ausweg mehr:
Sie bringt Steve in eine Klinik und tritt die Rechte an ihm ab.

Die und Kyla, die inzwischen Freundinnen geworden sind,
verabschieden sich –
und Kyla zieht weg.
In der letzten Szene nimmt Steve Anlauf,
um durch das geschlossene Fenster zu springen.


🎬 Hintergrund

Der Film stammt von Xavier Dolan,
dem jungen kanadischen Regiewunder,
das hier nicht nur Regie führte,
sondern auch Drehbuch und Produktion übernahm.
Damit konnte er exakt den Film drehen, den er wollte –
und das merkt man.

Anne Dorval spielte bereits in Dolans I Killed My Mother die Hauptrolle,
hier also eine Art Wiedersehen.
An ihrer Seite:
Suzanne Clément als Kyla und Antoine Olivier Pilon als Steve.
In Deutschland zwar eher unbekannt,
aber alle drei spielen stark und glaubwürdig.


💭 Fazit

Ich tue mich schwer, Mommy zu bewerten.
Der Film hat Längen – mit Werbung saß ich knapp 2½ Stunden im Kino.
Das Ende zieht sich,
und der Film findet nur langsam einen Abschluss.
Zwei Leute vor mir sind kurz vor Schluss gegangen –
verständlich, aber schade,
denn das Finale ist emotional stark.

Trotz dieser Schwächen ist Mommy ein sehenswerter Film.
Die Schauspieler sind hervorragend,
gerade Anne Dorval liefert eine Mischung aus Humor und Verzweiflung,
die echt wirkt.

Auch der Soundtrack ist wunderbar gewählt –
von Oasis über Dido bis zu Andrea Bocelli
und trägt die Stimmung perfekt.

Das größte Stilmittel aber ist das quadratische Bildformat (1:1).
Anfangs wirkt es befremdlich, fast klaustrophobisch.
Doch als Steve später aufblüht,
zieht er das Bild selbst auseinander –
die Welt öffnet sich, wortwörtlich.
Und als alles wieder zusammenbricht,
verengt sich das Bild erneut.
Eine einfache, aber brillante Idee,
die Dolans Handschrift unverwechselbar macht.

Am Ende bleibt ein Film,
der viel will, manches überzieht,
aber in seinen besten Momenten tief berührt.

7 von 10 Punkten
Ein mutiges, intensives Drama –
sperrig, überlang, aber künstlerisch beeindruckend.

📊 Bewertungsmatrix – Mommy (2014)

Story    ⭐⭐⭐☆☆  Intensives Mutter-Sohn-Drama zwischen Liebe, Überforderung und Eskalation

Darsteller  ⭐⭐⭐⭐☆  Anne Dorval, Suzanne Clément und Antoine Olivier Pilon spielen roh, glaubwürdig und schmerzhaft nah

Inszenierung ⭐⭐⭐⭐☆  Das 1:1-Bildformat ist mehr als Spielerei: Es wird zum emotionalen Käfig des Films

Tempo    ⭐⭐⭐☆☆  Stark in den Momenten, aber spürbar lang und gegen Ende etwas gedehnt

Soundtrack  ⭐⭐⭐⭐☆  Pop, Pathos und Schmerz greifen wirkungsvoll ineinander

🔥 Endwertung: 7 von 10 Punkten.

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Samstag, 6. Juni 2026

Captain America – The First Avenger (2011)

Auf meinem alten Blog hatte ich bis etwa 2015 schon alle MCU-Filme gelistet – und natürlich kommen sie auch hier wieder. Dank Disney Plus habe ich sie nun alle bequem im Stream und werde jeden Samstag einen Film besprechen, bis wir am bitteren Ende angekommen sind.

Und mehr noch: Ich schaue sie in der Reihenfolge, die Disney als „chronologisch richtig“ angibt – also nach der internen Zeitlinie des Marvel-Universums, nicht nach Erscheinungsdatum. Das mache ich ganz bewusst, um zu testen, ob das wirklich funktioniert oder ob es nur ein Marketing-Gag ist.

Ihr bekommt hier also kein Copy-&-Paste meiner alten Texte, sondern neue Sichtungen und neue Fazits – frisch, ungeschönt und garantiert subjektiv.

Wir starten im MCU also nicht mit Iron Man (2008), sondern mit Captain America: The First Avenger (2011).
Also: Willkommen im Marvel Cinematic Universe – wir schauen bis zum bitteren Ende.

Denn wie heißt mein Blog so schön?
👉 Ich hab’s trotzdem gesehen!


Inhalt mit Spoiler

Steve Rogers ist ein schmächtiger Kerl mit großem Herzen.
Er will unbedingt in den Krieg ziehen, wird aber immer wieder als untauglich abgelehnt.
Sein bester Freund Bucky darf dagegen an die Front – wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg.

Währenddessen plant eine Nazi-Abspaltung namens Hydra finstere Dinge.
Ihr Anführer Johann Schmidt, genannt Red Skull, hat einen kosmischen Würfel gefunden – eine Energiequelle von unvorstellbarer Macht.
Mit seinem Forscher Arnim Zola will er diese Kraft für sich nutzen.

Der Überläufer Professor Erskine arbeitet jedoch am sogenannten Supersoldaten-Serum und wählt ausgerechnet den schwächlichen Steve als Testperson – weil er ein guter Mensch ist.
Das Experiment gelingt, Erskine wird aber sofort von Hydra-Attentätern erschossen.
Steve bleibt der einzige Supersoldat seiner Art.

Da die Armee mit einem einzelnen Mann wenig anfangen kann, wird Steve als Symbolfigur vermarktet:
Er tourt in einem Kostüm durchs Land, wirbt Kriegsanleihen und posiert als „Captain America“.
An der Front erntet er dafür Spott – bis er erfährt, dass Buckys Einheit verschollen ist.
Er bricht eigenmächtig auf, rettet seinen Freund und trifft erstmals auf Red Skull, der jedoch entkommt.

Von da an kämpft Cap gegen Hydra, doch Bucky stürzt bei einem Einsatz in den Tod.
Cap und seine Einheit fangen Zola, finden damit Hydras Hauptquartier – und stellen Skull, der mit seinem Flugzeug und dem Würfel New York zerstören will.
Im finalen Kampf wird Skull vom Würfel aufgelöst, der daraufhin durch das Schiff ins Meer fällt.
Cap steuert die Maschine kontrolliert in den Absturz, um die Stadt zu retten, und verschwindet im Eis.

70 Jahre später wird sein Körper gefunden – und er wacht in einer fremden, modernen Welt auf.
Nick Fury begrüßt ihn mit den Worten, dass man „ein paar Dinge zu besprechen“ habe …


Anmerkungen

„The First Avenger“ – und doch der letzte, der eingeführt wird. Nimmt sieht man es nach der Veröffentlichung.
Iron Man, Hulk, Thor, Loki, Black Widow, Hawkeye und Nick Fury waren alle schon da.
Jetzt also auch Captain America und Red Skull, um das Team für The Avengers zu komplettieren.


Kritik

Chris Evans passt hervorragend in die Rolle, auch wenn ich ihn als Johnny Storm in Fantastic Four fast noch lieber mochte.
Hugo Weaving als Red Skull bleibt dagegen enttäuschend blass.
Man erfährt kaum etwas über seine Motivation, und die Erklärung für seinen roten Schädel ist – freundlich gesagt – dünn.
Die Maske sieht auch nicht besonders gut aus: als wäre sie aus Gummi.

Bucky ist gut getroffen, wenn auch etwas zu alt für die Comicvorlage.
Sein Tod wirkt unnötig – vermutlich nur, weil er in den Comics damals ebenfalls starb (und inzwischen natürlich wieder lebt, aber das wäre ein anderer Spoiler).

Die Story ist insgesamt recht flach.
Ich mochte den kosmischen Würfel schon im Comic nicht, weil er eine bequeme, unkonkrete Allzweckmacht darstellt.
Auch hier wird er kaum erklärt.
Die Figuren sind durchweg eindimensional – die Guten sind gut, die Bösen böse, fertig.
Da fehlt mir die Tiefe, die moderne Cap-Comics später hatten, etwa wenn Steve sein Land und seine Befehle infrage stellt.

Positiv: Der Film erzählt eine abgeschlossene Geschichte, die logisch in The Avengers überleitet – besser als bei Iron Man 2, der eher wie ein langer Werbefilm für das kommende Team-Up wirkte.
Schön auch der Auftritt von Howard Stark – die Verbindung zu Iron Man rundet das Ganze ab.

Nach dem Abspann gibt’s wieder eine Szene – eigentlich schon ein kleiner Trailer zu The Avengers.
Und auf der Blu-Ray gibt’s zusätzlich den Kurzfilm A Funny Thing Happened on the Way to Thor’s Hammer, in dem ein SHIELD-Agent an einer Tankstelle ein paar Banditen verprügelt. Ganz nett, aber kein Muss.


Ausblick

In den USA lief Captain America erfolgreich, in Deutschland eher verhalten.
Chris Evans hatte laut eigener Aussage für sieben Filme unterschrieben – was vermutlich Cap und Avengers-Auftritte zusammen meint.
Eine Fortsetzung ist bereits angedacht – und The Avengers steht sowieso schon in den Startlöchern.


Fazit

Cap wird oft schlechtgeredet – und der Film hat das ehrlich gesagt auch nicht verdient. Er ist nicht mies, aber eben auch kein großer Wurf. Irgendwie ein generischer Actionfilm, der ordentlich gemacht ist, aber von dem nicht allzu viel hängen bleibt – das trifft übrigens auch auf viele der frühen X-Men-Filme zu.

Red Skull sah ziemlich blöde aus, aber gut – so ist der Charakter nun mal. Die Story ist 08/15 mit ein paar netten Easter Eggs für Cap-Fans.

Chris Evans macht seine Sache solide. Traumbesetzung für die Rolle, weil er so aalglatt ist – und genau das passt perfekt zu Captain America. Ein austauschbarer Typ, der einfach Werte verkörpern soll. Die besten Cap-Storys sind ohnehin die, in denen er gegen sein eigenes Land für eben diese Werte einstehen muss – hier ist das noch nicht der Fall.

📊 Bewertungsmatrix – Captain America: The First Avenger (2011)

Story    ⭐⭐⭐☆☆  Solide Origin im Zweiten Weltkrieg, aber sehr geradlinig und ohne große Überraschungen
Darsteller  ⭐⭐⭐⭐☆  Chris Evans passt perfekt, Tommy Lee Jones und Hayley Atwell stark, Red Skull bleibt blass
Action & Effekte ⭐⭐⭐☆☆  Ordentlich inszeniert, aber selten wirklich spektakulär; Red-Skull-Maske eher Gummiabteilung
Atmosphäre  ⭐⭐⭐☆☆  Pulp, Krieg, Retro-Sci-Fi und Hydra-Wahnsinn, aber emotional etwas auf Abstand
MCU-Bedeutung ⭐⭐⭐⭐☆  Führt Cap, Red Skull, den Tesserakt und Howard Stark sauber Richtung Avengers

Fazit: Handwerklich gut, emotional egal.
🔥 Endwertung: 5 von 10 Punkten.


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Freitag, 5. Juni 2026

Masters of the Universe (2026)

So, ich war im Kino. Sogar schon in der Vorpremiere in Kiel zum neuen Masters of the Universe-Film.

Den alten Film liebe ich ja, und ich habe ihn hier auch schon besprochen (Masters of the Universe 1987). Ich weiß, viele halten ihn für Müll. Für mich ist er aber mein Guilty Pleasure. Vielleicht sogar mehr als das. Er ist einer dieser Filme, bei denen man objektiv vieles kritisieren kann, während innerlich trotzdem irgendein kleiner Plastik-He-Man auf einem Regal steht und sagt: „Nein. Der bleibt.“

Im Vorfeld wurde über den neuen Film natürlich viel geunkt. Zu schmächtiger He-Man. Dieser eine Gesichtsausdruck auf dem Bild. Das geht gar nicht. CGI ist Müll. Ein schwarzer Man-At-Arms? Was soll der Blödsinn? Jared Leto als Skeletor? Das wird nichts. Und dann spielt der Film schon wieder auf der Erde?

So sind sie eben, die Masters-Fans. Dreißig Jahre warten sie auf einen neuen Film, und kaum kommt einer, wird er im Vorfeld komplett schlechtgemacht.

Ich selbst fand den Hauptdarsteller von der Statur her völlig okay. Der hat eine Menge Muskeln, und ehrlich gesagt ist mir so ein Darsteller lieber als ein Anabolikamonster, das dafür nicht schauspielern kann. Als Adam sah er für mich allerdings manchmal aus, als könne er nicht bis drei zählen. Gleichzeitig habe ich aber immer gesagt: Wartet doch erst mal ab. Ich freue mich erst einmal darauf.

Bei mir ist es allerdings auch ein Sonderfall. Wir hatten früher keinen Fernseher. Ich bin mit dem Spielzeug, den Comics und den Hörspielen aufgewachsen, nicht mit der Zeichentrickserie. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich den Film von 1987 nie so schlimm fand. Ja, er war nicht so, wie man ihn sich vielleicht vorgestellt hatte. Aber hey, die Bösen waren doch cool.

Genauso bin ich auch an den neuen Film herangegangen: Erst mal schauen, was das wird. Nach den Trailern war ich dann sogar ziemlich gehyped. Und je höher der Hype, desto tiefer kann natürlich der Fall werden.

Als Anmerkung: Ab jetzt wird gespoilert. Und zwar richtig. Ich beschreibe die Handlung und gehe danach auch auf einzelne Entwicklungen und die Endszenen ein. Wer den Film noch nicht gesehen hat und unvorbereitet bleiben möchte, sollte hier also nicht weiterlesen.

⚙️ Inhalt mit Spoiler

Adam wird von seinem Vater in ein hartes Training geschickt, weil dieser seinen Sohn für zu weich hält. Adam hadert mit diesem Training, doch dann greift Skeletor plötzlich die Hauptstadt an. Die Königsfamilie flieht nach Grayskull, Adams Eltern werden gefangen genommen, und die Zauberin schickt Adam mit dem Schwert der Macht auf die Heimatwelt seiner Mutter.

Dort beginnt Adams Weg zurück. Beim Sturz auf die Erde verliert er allerdings das Schwert. Die nächsten fünfzehn Jahre verbringt er damit, es zu suchen.

Als erwachsener Mann findet er es schließlich wieder, und das Schwert sendet sofort Signale aus. Dadurch taucht zuerst Beast Man auf, der das Schwert an sich bringen will. Kurz darauf erscheint Teela, die Adam rettet und ihn zurück nach Eternia bringt. Dort landet er im Untergrund, wo er auf viele Leute trifft, die er noch aus seiner Kindheit kennt.

Als Kind hatte Adam diesen Männern Namen gegeben: Der Typ, der durch Wände rennen kann, wurde Ram Man. Der mit dem langen Hals wurde Mekaneck. Und der Mann mit der großen Eisenfaust wurde Fisto.

Doch Tri-Klops hat die Ankömmlinge verfolgt und findet so die Basis der Guten. Skeletor und seine Leute tauchen auf. Adam wird zum ersten Mal zum Beschützer von Grayskull, verwandelt sich mit dem Schwert und verhaut Trap Jaw. Anschließend gelingt ihm zusammen mit Man-At-Arms, Teela und Roboto die Flucht.

Skeletor verkündet daraufhin, Adam solle sich stellen, sonst würden seine Eltern sterben. Die beiden befinden sich noch immer in seiner Gefangenschaft. Also läuft Adam nach Snake Mountain und direkt in die Falle. Er wird gefangen genommen und landet im Kerker.

Skeletor hat nun, was er wollte: das Schwert. Doch als er versucht, sich damit zu verwandeln, passiert nicht das, was er erwartet. Er erhält die Macht von Grayskull nicht und ist entsprechend wütend. Evil-Lyn erklärt ihm, dass sie nach Grayskull müssten. Dort könne sie das schon richten.

Also geht es nach Grayskull.

Dort kommt es zur großen Schlacht: Masters gegen Evil Warriors. He-Man kämpft sich bis nach Grayskull durch und stellt sich Skeletor. Der zerstört das Schwert. Doch im Angesicht des Todes erkennt Adam, dass nicht das Schwert entscheidend ist, sondern er selbst. Er ist das Gefäß der Macht.

So kann er sich auch ohne Schwert verwandeln, das Schwert wiederherstellen und Skeletor schließlich besiegen und töten.

Nach dem Abspann gibt uns Orko noch eine Weisheit mit auf den Weg. Außerdem sagt die Königin zu Man-At-Arms, dass eines ihrer Kinder gerettet sei. Danach schwenkt die Szene an einen anderen Ort, und wir sehen von hinten She-Ra vor der Fright Zone. Sie wird als Captain Adora angesprochen.

Ganz zum Schluss sehen wir noch Evil-Lyn, die Skeletors Schädel einsammelt und mit ihm flieht.

Anmerkungen

Die Handlung ist, wie man sieht, eine reine Origin-Geschichte. Und das ohne besonders viele Umwege. Der Film läuft über zwei Stunden, aber die merkt man kaum. Was man allerdings merkt, sind die Charakterszenen, die fehlen, und einige sehr harte Schnitte. Ich vermute, dass man dafür einfach nicht genug Zeit hatte.

Um darauf einzugehen: Der Film ist ab 12 freigegeben, und die Action ist wirklich gut. Natürlich zerhackt He-Man hier niemanden mit seinem Schwert. Keine Fleischwunden, kein Tropfen Blut. Trotzdem ist der Film überraschend kompromisslos, denn Figuren sterben.

Skeletor bringt Moss Man sehr skrupellos um. Randor wird von der herabfallenden Decke erschlagen. Goat Man bekommt sein eigenes Horn in den Hals und wird von He-Man von Snake Mountain in Richtung Lava geworfen. Roboto wird zerstört, kann aber wieder aufgebaut werden. Trap Jaw bekommt eine Bombe in den Mund, und wir sehen anschließend seinen Gleiter explodieren, in dem er sitzt. Und Skeletor selbst stirbt am Ende ja ebenfalls, zumindest vermeintlich.

Natürlich haben wir hier auch klassische Comiclösungen. Das Ende zeigt bereits, dass Evil-Lyn Skeletor retten wird. Roboto kann wieder aufgebaut werden. Moss Man ist als Waldgeist-Wesen sicherlich irgendwie reinkarnierbar. Bei Trap Jaw sehen wir den Gleiter explodieren, aber nicht ihn selbst. Und auch bei Goat Man sieht man zwar, dass er verletzt wird, aber nicht eindeutig, wie er tatsächlich in die Lava fällt. Nur Randor stirbt wirklich, und zwar in den Armen seines Sohnes.

Und damit wären wir bei einem meiner Probleme mit dem Film: Es hätte mehr gebraucht als nur diese eine „Vater stirbt in den Armen seines Sohnes“-Szene.

Adam hätte noch eine richtige Szene mit seiner Mutter gebraucht. Das fällt alles sehr knapp aus. Genauso ist es mit der Zauberin. Sie ist da, aber wirklich nur in wenigen Szenen. Auch über Teela und ihren Vater erfährt man erstaunlich wenig. Da wird ebenfalls nur an der Oberfläche gekratzt.

Und auch hier muss ich sagen: Idris Elba ist toll als Man-At-Arms. Aber warum ist er Teelas Vater? Die beiden haben eine völlig andere Hautfarbe. Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, entweder Teela ebenfalls schwarz zu besetzen oder zumindest anzudeuten, dass sie sein Ziehkind ist und eigentlich eine Verbindung zur Zauberin hat? So wirkt es auf mich etwas inkonsequent.

Was man dem Film aber lassen muss: Die Darsteller haben sichtbar Spaß daran, hier dabei zu sein. Das merkt man. Allen voran Nicholas Galitzine, der sowohl als Adam als auch als He-Man wunderbar funktioniert. Natürlich sieht man schon als Adam, dass er ein Muskelberg ist. Aber das stört mich nicht. Im Gegenteil, es passt.

Es gibt auf der Erde auch eine Szene im Fitnessstudio, in der Adam auf Dolph Lundgren trifft. Das Ganze ist natürlich sehr meta. Dolph gibt ihm Tipps fürs Leben, der alte He-Man berät also den neuen. Zum Abschied macht er dann noch den Eternia-Gruß aus seinem Film. Das ist total nett, Fanservice pur, und von solchen mehr oder weniger offensichtlichen Easter Eggs gibt es im Film eine ganze Menge.

Karg ist zum Beispiel bei Skeletors Leuten mit dabei und sogar richtig aktiv im Kampf. Dann haben wir Pig Boy als Skeletors Diener. In Snake Mountain hängt an der Wand außerdem kurz eine große Affenstatue, die eindeutig Grygor darstellt. Das war eine nie produzierte Figur. Eigentlich sollte Skeletor ihn als neues Tier bekommen, aber die Toyline wurde vorher eingestellt.

Dann natürlich die Figur im Comicshop, die Adams Schwert besitzt: Das ist der Mattel-Prototyp von He-Man. Im Comicshop steht außerdem G.I. Joe von Mattel. Von dieser Reihe stammt ursprünglich auch Battle Cat, da man den Tiger einfach umbemalte und später als Reittier für He-Man und Skeletor wiederverwertete.

Und weil Amazon den ganzen Film finanziert, wird Beast Man auf der Erde natürlich von einem Amazon-Prime-Wagen umgefahren. Das sind solche Sachen, die mir schon beim ersten Schauen ins Auge gefallen sind. Da gibt es garantiert noch deutlich mehr.

Trotzdem bleibt der Film sehr knapp erzählt. He-Man sitzt im Wald fest, beschließt, nach Snake Mountain zu gehen, und in der nächsten Szene ist er da. Skeletor will von Snake Mountain nach Grayskull, und in der nächsten Szene ist auch er dort. He-Man und seine Leute folgen, und auch sie sind sofort da.

Natürlich könnte man jetzt sagen: Zeigt doch noch zwanzig Minuten, wie die Figuren durch Eternia ziehen. Dann wären wir allerdings schnell bei drei Stunden Laufzeit. Ich hätte damit kein Problem, der normale Zuschauer vermutlich schon. Und teurer würde der Film dadurch natürlich auch werden.

Man kann das leicht durchspielen: Die Truppe um He-Man trifft im Wald noch einmal auf Beast Man und weitere Wesen seiner Art. Eine kleine Sidequest. Der Effekt wäre klar: Beast Man würde mehr Profil bekommen, der Weg durch Eternia würde greifbarer wirken, und die Welt hätte mehr Raum zum Atmen. Gleichzeitig hieße das aber auch: neue CGI-Sequenzen, zusätzliche Drehzeit, mehr Aufwand, ein paar Millionen mehr. Also hat man es weggelassen.

So wirkt vieles eben sehr plötzlich.

Vielleicht hätte man dafür die Szenen auf der Erde kürzen oder ganz streichen können. Man hätte Adam auch schon als jungen Erwachsenen nach Eternia schicken können, statt als Kind. Aber dann hätte man einen Adam, der diese Welt kennt. In der jetzigen Version kommt er als jemand zurück, der mit dem Zuschauer gemeinsam über Eternia staunt. Ihm werden Dinge erklärt, und dadurch bekommt auch das Publikum seine Erklärungen. Das ist dramaturgisch schon nachvollziehbar.

Also lebe ich mit den harten Schnitten und sehe darüber hinweg.

Kommen wir aber zu den Figuren.

Charakterentwicklung bekommt im Grunde nur Adam. Das war es dann auch. Der Rest bleibt blass. Und damit meine ich wirklich alle.

Warum kann Mekaneck mit seinem Kopf und seinem langen Hals zuschlagen? Warum rammt Ram Man? Was ist mit Fistos Hand? Keine Ahnung. Ist eben so. Bei Nebenfiguren kann ich damit leben. Die heißen, wie sie heißen, und machen, was auf der Verpackung steht.

Aber bei Skeletor wird es schwieriger. Er greift an. Warum? Weil er herrschen will. Woher kommt er? Wer ist er? Was treibt ihn wirklich an? Fehlanzeige.

Während die Helden zumindest ein oder zwei Sätze bekommen, sind Figuren wie Goat Man, Tri-Klops oder Spikor einfach da. Sie stehen herum, kämpfen mit und haben im besten Fall ein Wort zu sagen. Natürlich kann man nicht jeder Figur eine eigene Backstory geben. Das würde den Film sprengen. Aber ein bisschen mehr Andeutung, dass hinter all dem eine größere Geschichte steckt, hätte dem Ganzen gutgetan.

Man muss nicht alles erklären. Aber man sollte manchmal so tun, als gäbe es etwas zu erklären.

Dann kommen wir zum letzten Teil: der Musik.

Man hat für den Film eine eigene Melodie entworfen, und das finde ich richtig. Ich weiß, viele Leute warten auf die Musik aus der Zeichentrickserie. Aber der Film muss sich davon abgrenzen. Er ist keine reine Realfilmumsetzung der Zeichentrickserie, sondern eher ein Film zur Toyline von damals.

Der Soundtrack geht dabei ein Stück weit auf Guardians of the Galaxy-Pfaden: viele bekannte Lieder aus den 80ern und 90ern, die dem Film einen nostalgischen Poprahmen geben. Und schon in den 80ern hatte ich mich gefragt, ob Princes of the Universe nicht eigentlich ein He-Man-Lied sei. Nein, war es natürlich nicht. Es gehört zu Highlander. Aber sorry: Hier passt es wie Arsch auf Eimer.

Besonders schön ist auch, dass Brian May für den instrumentalen Teil tatsächlich noch einmal die Gitarre schwang. Das ist einer dieser Momente, bei denen der Film nicht einfach nur ein Lied benutzt, sondern es sich ein Stück weit aneignet.

Und dann kommt das Ende. Die letzten zehn Minuten bestehen im Grunde fast nur noch aus Fanservice. Aber genau dort setzt der Film dann auch die Melodien ein, auf die viele gewartet haben. Das ist klug gemacht: Erst behauptet der Film musikalisch seine eigene Identität, und am Ende öffnet er noch einmal die Schatzkiste.

Nicht als Dauerbeschallung aus Nostalgie, sondern als Belohnung.
Und ja: Das funktioniert.

Dann kommen wir noch zum Humor.

Auch hier hat der Film einen erstaunlich guten Spagat geschafft. He-Man wird natürlich von vielen belächelt. Das weiß der Film offenbar auch. Tatsächlich wird He-Man im Film nur ein einziges Mal wirklich He-Man genannt, nämlich in dem Moment, als man Adam fragt, wie er sich selbst als Kind genannt hat. Schließlich hatte er damals allen anderen ebenfalls ihre Namen gegeben. Seine Antwort: He-Man.

Das ist an sich eine schöne Lösung, weil der Film damit erklärt, warum diese Figuren überhaupt so kindliche Namen tragen. Ram Man rammt. Mekaneck hat einen langen Hals. Fisto hat eine große Faust. Das klingt eben alles, als hätte ein Kind seine Spielzeugfiguren benannt. Und genau daraus macht der Film eine kleine innere Logik.

Bei Fisto werden ziemlich viele Witze über den Namen gemacht, und ja, natürlich geht das in Richtung Fisten. Einige finden das vermutlich zu viel. Aber ganz ehrlich: Es ist lustig. Zwölfjährige checken den Witz vielleicht nicht, alle anderen haben ihren Spaß. Und auch sonst funktioniert der Humor für mich.

Würde ich gern irgendwann eine düstere Masters-Realverfilmung als Dark Fantasy sehen? Ja, absolut. Aber als Türöffner, um dieses Franchise nach über dreißig Jahren überhaupt wieder fürs Kino zu beleben, ist dieser Ton wahrscheinlich der richtige Weg.

Ein weiterer Punkt sind die Effekte.

Der Film ist ein wilder Mix aus gebauten Sets und Green Screen. Ich mag es sehr, dass Moss Man zum Beispiel tatsächlich ein Typ mit Maske ist. Beast Man hingegen kommt eindeutig aus dem Computer. Skeletor, gespielt von Jared Leto, sieht fantastisch aus. Cringer dagegen sieht man an, dass er nicht echt ist. Aber gut: Es ist ein grüner Tiger. Was will man da machen?

Leider kann Cringer auch sprechen. Ich glaube, mir hätte er besser gefallen, wenn er einfach ein zahmes Tier gewesen wäre. Hier fand ich auch die Synchronstimme zu hoch.

Eternia und einige der Actionszenen sehen ebenfalls sehr nach CGI aus. Aber seltsamerweise hat mich das gar nicht groß gestört. Der Film fängt dieses 80er-Jahre-Gefühl ein, und dafür braucht es für mich keine fotorealistische Optik. Im Gegenteil: Diese leicht künstliche, bunte, überhöhte Welt passt erstaunlich gut. Für mich sah das nicht falsch aus, sondern eher wie ein lebendig gewordenes Spielzeugregal mit Budget.

Die Endszenen brauchen eigentlich keine große Erklärung.

Ganz am Ende gibt es eine klare Hommage an die Zeichentrickserie: Alle Guten stehen zusammen, lachen und haben die Hände in die Hüften gestemmt. Schön ist dabei, wie Cringer von einem zum anderen schaut und sich offenbar fragt, was hier eigentlich los ist. Danach kommt Orko und erklärt noch etwas.

Der Teaser zu She-Ra ist ebenfalls da. Angeblich plante Amazon ja eine Realserie zu ihr. Außerdem rettet Evil-Lyn das, was von Skeletor übrig ist. Wir werden also sehen, was in einer möglichen Fortsetzung passiert.

Und natürlich hofft man jetzt auf eine Fortsetzung. Die wird kommen, sofern der Film im Kino und später im Stream gut genug läuft. Aktuell steht er allerdings in Konkurrenz zu Scary Movie 6. Während Masters im Vorfeld eher kleingeredet wurde, hört man nun von Kritikern plötzlich: Masters? Überraschend gut. Scary Movie? Leider nicht so gut wie erhofft.

Also hoffen wir, dass Masters of the Universe genug einspielt. Denn dieser Film fühlt sich nicht wie ein Abschluss an, sondern wie ein Anfang.


Fazit

Dass der Film recht großzügig Figuren entsorgt, finde ich gar nicht so schlimm. Ja, dann sterben eben gute und böse Figuren. Sollte es eine Fortsetzung geben, dann wollen wir doch ohnehin alle Buzz-Off, Stratos und Sy-Klone bei den Guten sehen, und Stinkor, Mer-Man, Clawful, Two-Bad und Whiplash bei den Bösen. Da gibt es noch so viele ikonische Figuren, die auftauchen könnten. Und da sind die Schlangenmenschen und die Horde noch nicht einmal mitgedacht.

Selbst wenn keine neuen Figuren kommen sollten oder der Film am Ende ein Stand-alone bleibt, muss man auch nicht übervorsichtig mit allem umgehen. Ich finde es eher konsequent. Es macht die Gefahr realer, wenn Figuren tatsächlich sterben können.

Das ist auch ein starker Punkt des Films: Die bösen Figuren wirken wirklich bedrohlich. Beast Man ist hier nicht einfach nur ein Prügelknabe. Und weil man keine neue Toyline bedienen muss wie beim Film von 1987, musste man auch keine neuen Figuren erfinden, sondern konnte gezielt bekannte Charaktere wie Spikor einsetzen.

Die Action sitzt. Nicholas Galitzine sieht als He-Man fantastisch aus. Auch die Entscheidung, ihm keine klassische Geheimidentität zu geben, funktioniert für mich. Am Ende wird das sogar noch einmal als Witz aufgegriffen, und ich finde diese Lösung richtig.

Die CGI stört mich nicht. Der Soundtrack ist mir noch eine Stunde nach dem Kinobesuch im Ohr geblieben. Und man merkt dem Film seine Laufzeit von über zwei Stunden kaum an. Das ist einfach ein spaßiger Sommerblockbuster, der Action und gute Laune liefern will. Genau das macht er.

Ja, fehlende Charaktertiefe ist da. Hier und da bleiben Figuren auf der Strecke. Teela und Duncan hätten definitiv etwas mehr Raum gebraucht. Aber für mich hat man endlich einen Film geliefert, bei dem Altfans wahrscheinlich ein Tränchen im Auge haben werden, während auch neue Zuschauer ihren Spaß haben können.

Und die Wertung?

Das ist für mich schwer. Ich gehe selten zweimal in denselben Film ins Kino. Hier werde ich es tun.

Für mich persönlich ist das eine 10 von 10. Aber das ist natürlich mit Nostalgie- und Bauchmuskelbonus. Müsste ich ihn wirklich objektiv bewerten, würde ich wahrscheinlich 7,5 Punkte geben. Da ich aber keine Kommastellen mache, wäre das gerundet eine 8 von 10.

Aber ich bin nicht objektiv.

📊 Bewertungsmatrix – Masters of the Universe (2026)

Story    ⭐⭐⭐☆☆  Klassische Origin-Geschichte ohne viele Umwege – flott erzählt, aber mit harten Schnitten und wenig Raum zum Atmen

Darsteller  ⭐⭐⭐⭐☆  Nicholas Galitzine funktioniert stark als Adam und He-Man; Idris Elba und der Cast haben sichtbar Spaß, bleiben aber teils unterfüttert

Action & Effekte ⭐⭐⭐⭐☆  Wuchtige Kämpfe, starke Bösewichte, bunte CGI-Welt – nicht immer fotorealistisch, aber passend zum 80er-Fantasy-Spielzeuggefühl

Figuren & Tiefe ⭐⭐⭐☆☆  Adam bekommt Entwicklung, der Rest eher Andeutungen; Teela, Duncan, die Zauberin und Skeletor hätten mehr Raum verdient

Humor & Tonfall ⭐⭐⭐⭐☆  Selbstironisch, ohne die Vorlage zu verraten – Fisto-Witze inklusive, aber insgesamt der richtige Türöffner-Ton

Fanservice & Easter Eggs ⭐⭐⭐⭐⭐  Dolph, Karg, Pig Boy, Grygor, Prototyp-He-Man, She-Ra-Teaser – ein liebevoll gefülltes Spielzeugregal

Musik    ⭐⭐⭐⭐⭐  Eigener Score, starke Pop-Songs und am Ende die erwarteten Nostalgie-Melodien – bleibt im Ohr

Atmosphäre  ⭐⭐⭐⭐☆  Bunt, laut, over the top und überraschend nah am alten Toyline-Gefühl – Eternia darf künstlich aussehen und genau das passt

🔥 Objektive Endwertung: 8 von 10 Punkten
⚔️ Fanwertung mit Nostalgie- und Bauchmuskelbonus: 10 von 10 Punkten
🐯 Inneres-Kind-Wertung: 11 von 10 Punkten

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