🧟♂️ Twinkies, Regeln und Bill Murray – was will man mehr?
Zombies haben’s mir angetan, wie der eine oder andere inzwischen gemerkt haben dürfte.
Diese stöhnenden, schwankenden Spaßkanonen bringen einfach Leben in jeden Abend – egal, ob der Film ernst gemeint ist, Gesellschaftskritik liefert oder nur mit Augenzwinkern daherkommt.
Zombieland ist definitiv letzteres.
Zweimal war er in der Videothek schon ausgeliehen, beim dritten Versuch hatte es damals endlich geklappt.
Yeah – lasst die Stinker kommen!
☠️ Inhalt (Spoiler)
Columbus hat über 30 Regeln fürs Überleben in der Zombieapokalypse: „Cardio“, „Doppelt hält besser“, „Vorsicht auf dem Klo“, „Anschnallen“, „Überprüfe den Rücksitz“…
Und siehe da – er lebt noch.
Auf dem Weg nach Ohio (wo vielleicht noch Familie ist – oder eben nicht) trifft er auf Tallahassee, einen draufgängerischen Zombiejäger mit einem simplen Lebensziel: Twinkies finden.
Die beiden tun sich zusammen – und werden prompt von Wichita und Little Rock ausgeraubt, zwei Schwestern, die genau wissen, wie man überlebt.
Ein paar Waffen und ein neues Auto später treffen sie sich wieder, schließen Waffenstillstand und ziehen gemeinsam durch die USA.
Ihr Ziel: ein angeblich zombiefreier Vergnügungspark.
In L.A. landen sie zunächst in der Villa von Bill Murray, der sich als Zombie verkleidet, um in Ruhe leben zu können.
Klappt prima – bis er einen falschen Moment für einen Streich erwischt und erschossen wird.
(Kleiner Tipp: nach dem Abspann bleibt sitzen!)
Am Ende führt der Weg tatsächlich in den Vergnügungspark,
wo natürlich alles schiefgeht, was schiefgehen kann.
Zombies stürmen die Fahrgeschäfte, Kettenkarussell statt Kettenreaktion –
aber am Ende finden sie zueinander, als kleine, improvisierte Ersatzfamilie.
🎬 Besetzung & Trivia
Fast alle Gesichter kennt man irgendwoher:
-
Jesse Eisenberg (The Social Network) als Columbus,
-
Woody Harrelson (Cheers, Natural Born Killers) als Twinkie-Jäger,
-
Abigail Breslin (Signs) als Little Rock,
-
Emma Stone (damals noch Newcomerin) als Wichita,
-
und natürlich Bill Murray (Ghostbusters) als er selbst – halb tot, halb Legende.
Der Film nutzt einen tollen Running Gag:
Immer wenn Columbus eine seiner Regeln befolgt, wird sie grafisch eingeblendet –
kleines Detail, große Wirkung.
💬 Fazit
Einige Kritiker nannten Zombieland platt und verglichen ihn mit Scary Movie – völliger Blödsinn.
Während Scary Movie von einem Flachwitz zum nächsten hetzt,
setzt Zombieland auf Situationskomik, Timing und sympathische Figuren.
Sicher, das Ganze ist nicht immer ganz ernst – aber genau das macht den Reiz aus.
Ein gelungener, witziger, blutiger Roadtrip, bei dem man merkt, dass selbst Zombies Spaß machen können.
8 von 10 Punkten.
Und nicht vergessen: Nach dem Abspann warten noch ein paar Sekunden Bill Murray!
📊 Bewertungsmatrix – Zombieland
Story ⭐⭐⭐⭐☆ Simple Roadtrip-Handlung, aber sauber erzählt und mit genug Tempo, um nie durchzuhängen
Darsteller ⭐⭐⭐⭐⭐ Eisenberg, Harrelson, Stone und Breslin funktionieren als Ersatzfamilie hervorragend; Bill Murray ist das Sahnehäubchen mit Zombie-Make-up
Humor ⭐⭐⭐⭐☆ Situationskomik, Running Gags und Timing sitzen deutlich besser als bei plumper Parodie
Zombie-Action ⭐⭐⭐⭐☆ Blutig, flott und verspielt, ohne sich im reinen Splatter zu verlieren
Figuren & Herz ⭐⭐⭐⭐☆ Hinter Twinkies, Regeln und Kopfschüssen steckt überraschend viel Wärme
Wiedersehwert ⭐⭐⭐⭐☆ Kurzweilig, zitierbar und ideal für einen lockeren Filmabend
🔥 Endwertung: 8 von 10 Punkten
Ein witziger, blutiger Zombie-Roadtrip mit starken Figuren, gutem Timing und genug Herz unter dem Kunstblut.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen