So,
ich war im Kino. Sogar schon in der Vorpremiere in Kiel zum neuen
Masters of the Universe-Film.
Den alten Film liebe ich ja, und ich habe ihn hier auch schon
besprochen (Masters of the Universe 1987). Ich weiß, viele halten ihn für Müll. Für mich ist er
aber mein Guilty Pleasure. Vielleicht sogar mehr als das. Er ist
einer dieser Filme, bei denen man objektiv vieles kritisieren kann,
während innerlich trotzdem irgendein kleiner Plastik-He-Man auf
einem Regal steht und sagt: „Nein. Der bleibt.“
Im Vorfeld wurde über den neuen Film natürlich viel geunkt. Zu
schmächtiger He-Man. Dieser eine Gesichtsausdruck auf dem Bild. Das
geht gar nicht. CGI ist Müll. Ein schwarzer Man-At-Arms? Was soll
der Blödsinn? Jared Leto als Skeletor? Das wird nichts. Und dann
spielt der Film schon wieder auf der Erde?
So sind sie eben, die Masters-Fans. Dreißig Jahre warten
sie auf einen neuen Film, und kaum kommt einer, wird er im Vorfeld
komplett schlechtgemacht.
Ich selbst fand den Hauptdarsteller von der Statur her völlig
okay. Der hat eine Menge Muskeln, und ehrlich gesagt ist mir so ein
Darsteller lieber als ein Anabolikamonster, das dafür nicht
schauspielern kann. Als Adam sah er für mich allerdings manchmal
aus, als könne er nicht bis drei zählen. Gleichzeitig habe ich aber
immer gesagt: Wartet doch erst mal ab. Ich freue mich erst einmal
darauf.
Bei mir ist es allerdings auch ein Sonderfall. Wir hatten früher
keinen Fernseher. Ich bin mit dem Spielzeug, den Comics und den
Hörspielen aufgewachsen, nicht mit der Zeichentrickserie. Vielleicht
ist das auch ein Grund, warum ich den Film von 1987 nie so schlimm
fand. Ja, er war nicht so, wie man ihn sich vielleicht vorgestellt
hatte. Aber hey, die Bösen waren doch cool.
Genauso bin ich auch an den neuen Film herangegangen: Erst mal
schauen, was das wird. Nach den Trailern war ich dann sogar ziemlich
gehyped. Und je höher der Hype, desto tiefer kann natürlich der
Fall werden.
Als Anmerkung: Ab jetzt wird gespoilert. Und zwar richtig. Ich
beschreibe die Handlung und gehe danach auch auf einzelne
Entwicklungen und die Endszenen ein. Wer den Film noch nicht gesehen
hat und unvorbereitet bleiben möchte, sollte hier also nicht
weiterlesen.
⚙️ Inhalt mit Spoiler
Adam wird von seinem Vater in ein hartes Training geschickt, weil
dieser seinen Sohn für zu weich hält. Adam hadert mit diesem
Training, doch dann greift Skeletor plötzlich die Hauptstadt an. Die
Königsfamilie flieht nach Grayskull, Adams Eltern werden gefangen
genommen, und die Zauberin schickt Adam mit dem Schwert der Macht auf
die Heimatwelt seiner Mutter.
Dort beginnt Adams Weg zurück. Beim Sturz auf die Erde verliert
er allerdings das Schwert. Die nächsten fünfzehn Jahre verbringt er
damit, es zu suchen.
Als erwachsener Mann findet er es schließlich wieder, und das
Schwert sendet sofort Signale aus. Dadurch taucht zuerst Beast Man
auf, der das Schwert an sich bringen will. Kurz darauf erscheint
Teela, die Adam rettet und ihn zurück nach Eternia bringt. Dort
landet er im Untergrund, wo er auf viele Leute trifft, die er noch
aus seiner Kindheit kennt.
Als Kind hatte Adam diesen Männern Namen gegeben: Der Typ, der
durch Wände rennen kann, wurde Ram Man. Der mit dem langen Hals
wurde Mekaneck. Und der Mann mit der großen Eisenfaust wurde Fisto.
Doch Tri-Klops hat die Ankömmlinge verfolgt und findet so die
Basis der Guten. Skeletor und seine Leute tauchen auf. Adam wird zum
ersten Mal zum Beschützer von Grayskull, verwandelt sich mit dem
Schwert und verhaut Trap Jaw. Anschließend gelingt ihm zusammen mit
Man-At-Arms, Teela und Roboto die Flucht.
Skeletor verkündet daraufhin, Adam solle sich stellen, sonst
würden seine Eltern sterben. Die beiden befinden sich noch immer in
seiner Gefangenschaft. Also läuft Adam nach Snake Mountain und
direkt in die Falle. Er wird gefangen genommen und landet im Kerker.
Skeletor hat nun, was er wollte: das Schwert. Doch als er
versucht, sich damit zu verwandeln, passiert nicht das, was er
erwartet. Er erhält die Macht von Grayskull nicht und ist
entsprechend wütend. Evil-Lyn erklärt ihm, dass sie nach Grayskull
müssten. Dort könne sie das schon richten.
Also geht es nach Grayskull.
Dort kommt es zur großen Schlacht: Masters gegen Evil Warriors.
He-Man kämpft sich bis nach Grayskull durch und stellt sich
Skeletor. Der zerstört das Schwert. Doch im Angesicht des Todes
erkennt Adam, dass nicht das Schwert entscheidend ist, sondern er
selbst. Er ist das Gefäß der Macht.
So kann er sich auch ohne Schwert verwandeln, das Schwert
wiederherstellen und Skeletor schließlich besiegen und töten.
Nach dem Abspann gibt uns Orko noch eine Weisheit mit auf den Weg.
Außerdem sagt die Königin zu Man-At-Arms, dass eines ihrer Kinder
gerettet sei. Danach schwenkt die Szene an einen anderen Ort, und wir
sehen von hinten She-Ra vor der Fright Zone. Sie wird als Captain
Adora angesprochen.
Ganz zum Schluss sehen wir noch Evil-Lyn, die Skeletors Schädel
einsammelt und mit ihm flieht.
Anmerkungen
Die Handlung ist, wie man sieht, eine reine Origin-Geschichte. Und
das ohne besonders viele Umwege. Der Film läuft über zwei Stunden,
aber die merkt man kaum. Was man allerdings merkt, sind die
Charakterszenen, die fehlen, und einige sehr harte Schnitte. Ich
vermute, dass man dafür einfach nicht genug Zeit hatte.
Um darauf einzugehen: Der Film ist ab 12 freigegeben, und die
Action ist wirklich gut. Natürlich zerhackt He-Man hier niemanden
mit seinem Schwert. Keine Fleischwunden, kein Tropfen Blut. Trotzdem
ist der Film überraschend kompromisslos, denn Figuren sterben.
Skeletor bringt Moss Man sehr skrupellos um. Randor wird von der
herabfallenden Decke erschlagen. Goat Man bekommt sein eigenes Horn
in den Hals und wird von He-Man von Snake Mountain in Richtung Lava
geworfen. Roboto wird zerstört, kann aber wieder aufgebaut werden.
Trap Jaw bekommt eine Bombe in den Mund, und wir sehen anschließend
seinen Gleiter explodieren, in dem er sitzt. Und Skeletor selbst
stirbt am Ende ja ebenfalls, zumindest vermeintlich.
Natürlich haben wir hier auch klassische Comiclösungen. Das Ende
zeigt bereits, dass Evil-Lyn Skeletor retten wird. Roboto kann wieder
aufgebaut werden. Moss Man ist als Waldgeist-Wesen sicherlich
irgendwie reinkarnierbar. Bei Trap Jaw sehen wir den Gleiter
explodieren, aber nicht ihn selbst. Und auch bei Goat Man sieht man
zwar, dass er verletzt wird, aber nicht eindeutig, wie er tatsächlich
in die Lava fällt. Nur Randor stirbt wirklich, und zwar in den Armen
seines Sohnes.
Und damit wären wir bei einem meiner Probleme mit dem Film: Es
hätte mehr gebraucht als nur diese eine „Vater stirbt in den Armen
seines Sohnes“-Szene.
Adam hätte noch eine richtige Szene mit seiner Mutter gebraucht.
Das fällt alles sehr knapp aus. Genauso ist es mit der Zauberin. Sie
ist da, aber wirklich nur in wenigen Szenen. Auch über Teela und
ihren Vater erfährt man erstaunlich wenig. Da wird ebenfalls nur an
der Oberfläche gekratzt.
Und auch hier muss ich sagen: Idris Elba ist toll als Man-At-Arms.
Aber warum ist er Teelas Vater? Die beiden haben eine völlig andere
Hautfarbe. Wäre es dann nicht sinnvoller gewesen, entweder Teela
ebenfalls schwarz zu besetzen oder zumindest anzudeuten, dass sie
sein Ziehkind ist und eigentlich eine Verbindung zur Zauberin hat? So
wirkt es auf mich etwas inkonsequent.
Was man dem Film aber lassen muss: Die Darsteller haben sichtbar
Spaß daran, hier dabei zu sein. Das merkt man. Allen voran Nicholas
Galitzine, der sowohl als Adam als auch als He-Man wunderbar
funktioniert. Natürlich sieht man schon als Adam, dass er ein
Muskelberg ist. Aber das stört mich nicht. Im Gegenteil, es passt.
Es gibt auf der Erde auch eine Szene im Fitnessstudio, in der Adam
auf Dolph Lundgren trifft. Das Ganze ist natürlich sehr meta. Dolph
gibt ihm Tipps fürs Leben, der alte He-Man berät also den neuen.
Zum Abschied macht er dann noch den Eternia-Gruß aus seinem Film.
Das ist total nett, Fanservice pur, und von solchen mehr oder weniger
offensichtlichen Easter Eggs gibt es im Film eine ganze Menge.
Karg ist zum Beispiel bei Skeletors Leuten mit dabei und sogar
richtig aktiv im Kampf. Dann haben wir Pig Boy als Skeletors Diener.
In Snake Mountain hängt an der Wand außerdem kurz eine große
Affenstatue, die eindeutig Grygor darstellt. Das war eine nie
produzierte Figur. Eigentlich sollte Skeletor ihn als neues Tier
bekommen, aber die Toyline wurde vorher eingestellt.
Dann natürlich die Figur im Comicshop, die Adams Schwert besitzt:
Das ist der Mattel-Prototyp von He-Man. Im Comicshop steht außerdem
G.I. Joe von Mattel. Von dieser Reihe stammt ursprünglich auch
Battle Cat, da man den Tiger einfach umbemalte und später als
Reittier für He-Man und Skeletor wiederverwertete.
Und weil Amazon den ganzen Film finanziert, wird Beast Man auf der
Erde natürlich von einem Amazon-Prime-Wagen umgefahren. Das sind
solche Sachen, die mir schon beim ersten Schauen ins Auge gefallen
sind. Da gibt es garantiert noch deutlich mehr.
Trotzdem bleibt der Film sehr knapp erzählt. He-Man sitzt im Wald
fest, beschließt, nach Snake Mountain zu gehen, und in der nächsten
Szene ist er da. Skeletor will von Snake Mountain nach Grayskull, und
in der nächsten Szene ist auch er dort. He-Man und seine Leute
folgen, und auch sie sind sofort da.
Natürlich könnte man jetzt sagen: Zeigt doch noch zwanzig
Minuten, wie die Figuren durch Eternia ziehen. Dann wären wir
allerdings schnell bei drei Stunden Laufzeit. Ich hätte damit kein
Problem, der normale Zuschauer vermutlich schon. Und teurer würde
der Film dadurch natürlich auch werden.
Man kann das leicht durchspielen: Die Truppe um He-Man trifft im
Wald noch einmal auf Beast Man und weitere Wesen seiner Art. Eine
kleine Sidequest. Der Effekt wäre klar: Beast Man würde mehr Profil
bekommen, der Weg durch Eternia würde greifbarer wirken, und die
Welt hätte mehr Raum zum Atmen. Gleichzeitig hieße das aber auch:
neue CGI-Sequenzen, zusätzliche Drehzeit, mehr Aufwand, ein paar
Millionen mehr. Also hat man es weggelassen.
So wirkt vieles eben sehr plötzlich.
Vielleicht hätte man dafür die Szenen auf der Erde kürzen oder
ganz streichen können. Man hätte Adam auch schon als jungen
Erwachsenen nach Eternia schicken können, statt als Kind. Aber dann
hätte man einen Adam, der diese Welt kennt. In der jetzigen Version
kommt er als jemand zurück, der mit dem Zuschauer gemeinsam über
Eternia staunt. Ihm werden Dinge erklärt, und dadurch bekommt auch
das Publikum seine Erklärungen. Das ist dramaturgisch schon
nachvollziehbar.
Also lebe ich mit den harten Schnitten und sehe darüber hinweg.
Kommen wir aber zu den Figuren.
Charakterentwicklung bekommt im Grunde nur Adam. Das war es dann
auch. Der Rest bleibt blass. Und damit meine ich wirklich alle.
Warum kann Mekaneck mit seinem Kopf und seinem langen Hals
zuschlagen? Warum rammt Ram Man? Was ist mit Fistos Hand? Keine
Ahnung. Ist eben so. Bei Nebenfiguren kann ich damit leben. Die
heißen, wie sie heißen, und machen, was auf der Verpackung steht.
Aber bei Skeletor wird es schwieriger. Er greift an. Warum? Weil
er herrschen will. Woher kommt er? Wer ist er? Was treibt ihn
wirklich an? Fehlanzeige.
Während die Helden zumindest ein oder zwei Sätze bekommen, sind
Figuren wie Goat Man, Tri-Klops oder Spikor einfach da. Sie stehen
herum, kämpfen mit und haben im besten Fall ein Wort zu sagen.
Natürlich kann man nicht jeder Figur eine eigene Backstory geben.
Das würde den Film sprengen. Aber ein bisschen mehr Andeutung, dass
hinter all dem eine größere Geschichte steckt, hätte dem Ganzen
gutgetan.
Man muss nicht alles erklären. Aber man sollte manchmal so tun,
als gäbe es etwas zu erklären.
Dann kommen wir zum letzten Teil: der Musik.
Man hat für den Film eine eigene Melodie entworfen, und das finde
ich richtig. Ich weiß, viele Leute warten auf die Musik aus der
Zeichentrickserie. Aber der Film muss sich davon abgrenzen. Er ist
keine reine Realfilmumsetzung der Zeichentrickserie, sondern eher ein
Film zur Toyline von damals.
Der Soundtrack geht dabei ein Stück weit auf Guardians of the
Galaxy-Pfaden: viele bekannte Lieder aus den 80ern und 90ern,
die dem Film einen nostalgischen Poprahmen geben. Und schon in den
80ern hatte ich mich gefragt, ob Princes of the Universe
nicht eigentlich ein He-Man-Lied sei. Nein, war es natürlich nicht.
Es gehört zu Highlander. Aber sorry: Hier passt es wie
Arsch auf Eimer.
Besonders schön ist auch, dass Brian May für den instrumentalen
Teil tatsächlich noch einmal die Gitarre schwang. Das ist einer
dieser Momente, bei denen der Film nicht einfach nur ein Lied
benutzt, sondern es sich ein Stück weit aneignet.
Und dann kommt das Ende. Die letzten zehn Minuten bestehen im
Grunde fast nur noch aus Fanservice. Aber genau dort setzt der Film
dann auch die Melodien ein, auf die viele gewartet haben. Das ist
klug gemacht: Erst behauptet der Film musikalisch seine eigene
Identität, und am Ende öffnet er noch einmal die Schatzkiste.
Nicht als Dauerbeschallung aus Nostalgie, sondern als
Belohnung.
Und ja: Das funktioniert.
Dann kommen wir noch zum Humor.
Auch hier hat der Film einen erstaunlich guten Spagat geschafft.
He-Man wird natürlich von vielen belächelt. Das weiß der
Film offenbar auch. Tatsächlich wird He-Man im Film nur ein einziges
Mal wirklich He-Man genannt, nämlich in dem Moment, als man Adam
fragt, wie er sich selbst als Kind genannt hat. Schließlich hatte er
damals allen anderen ebenfalls ihre Namen gegeben. Seine Antwort:
He-Man.
Das ist an sich eine schöne Lösung, weil der Film damit erklärt,
warum diese Figuren überhaupt so kindliche Namen tragen. Ram Man
rammt. Mekaneck hat einen langen Hals. Fisto hat eine große Faust.
Das klingt eben alles, als hätte ein Kind seine Spielzeugfiguren
benannt. Und genau daraus macht der Film eine kleine innere Logik.
Bei Fisto werden ziemlich viele Witze über den Namen gemacht, und
ja, natürlich geht das in Richtung Fisten. Einige finden das
vermutlich zu viel. Aber ganz ehrlich: Es ist lustig. Zwölfjährige
checken den Witz vielleicht nicht, alle anderen haben ihren Spaß.
Und auch sonst funktioniert der Humor für mich.
Würde ich gern irgendwann eine düstere Masters-Realverfilmung
als Dark Fantasy sehen? Ja, absolut. Aber als Türöffner, um dieses
Franchise nach über dreißig Jahren überhaupt wieder fürs Kino zu
beleben, ist dieser Ton wahrscheinlich der richtige Weg.
Ein weiterer Punkt sind die Effekte.
Der Film ist ein wilder Mix aus gebauten Sets und Green Screen.
Ich mag es sehr, dass Moss Man zum Beispiel tatsächlich ein Typ mit
Maske ist. Beast Man hingegen kommt eindeutig aus dem Computer.
Skeletor, gespielt von Jared Leto, sieht fantastisch aus. Cringer
dagegen sieht man an, dass er nicht echt ist. Aber gut: Es ist ein
grüner Tiger. Was will man da machen?
Leider kann Cringer auch sprechen. Ich glaube, mir hätte er
besser gefallen, wenn er einfach ein zahmes Tier gewesen wäre. Hier
fand ich auch die Synchronstimme zu hoch.
Eternia und einige der Actionszenen sehen ebenfalls sehr nach CGI
aus. Aber seltsamerweise hat mich das gar nicht groß gestört. Der
Film fängt dieses 80er-Jahre-Gefühl ein, und dafür braucht es für
mich keine fotorealistische Optik. Im Gegenteil: Diese leicht
künstliche, bunte, überhöhte Welt passt erstaunlich gut. Für mich
sah das nicht falsch aus, sondern eher wie ein lebendig gewordenes
Spielzeugregal mit Budget.
Die Endszenen brauchen eigentlich keine große Erklärung.
Ganz am Ende gibt es eine klare Hommage an die Zeichentrickserie:
Alle Guten stehen zusammen, lachen und haben die Hände in die Hüften
gestemmt. Schön ist dabei, wie Cringer von einem zum anderen schaut
und sich offenbar fragt, was hier eigentlich los ist. Danach kommt
Orko und erklärt noch etwas.
Der Teaser zu She-Ra ist ebenfalls da. Angeblich plante Amazon ja
eine Realserie zu ihr. Außerdem rettet Evil-Lyn das, was von
Skeletor übrig ist. Wir werden also sehen, was in einer möglichen
Fortsetzung passiert.
Und natürlich hofft man jetzt auf eine Fortsetzung. Die wird
kommen, sofern der Film im Kino und später im Stream gut genug
läuft. Aktuell steht er allerdings in Konkurrenz zu Scary Movie
6. Während Masters im Vorfeld eher kleingeredet wurde,
hört man nun von Kritikern plötzlich: Masters?
Überraschend gut. Scary Movie? Leider nicht so gut wie
erhofft.
Also hoffen wir, dass Masters of the Universe genug
einspielt. Denn dieser Film fühlt sich nicht wie ein Abschluss an,
sondern wie ein Anfang.
Fazit
Dass der Film recht großzügig Figuren entsorgt, finde ich gar
nicht so schlimm. Ja, dann sterben eben gute und böse Figuren.
Sollte es eine Fortsetzung geben, dann wollen wir doch ohnehin alle
Buzz-Off, Stratos und Sy-Klone bei den Guten sehen, und Stinkor,
Mer-Man, Clawful, Two-Bad und Whiplash bei den Bösen. Da gibt es
noch so viele ikonische Figuren, die auftauchen könnten. Und da sind
die Schlangenmenschen und die Horde noch nicht einmal mitgedacht.
Selbst wenn keine neuen Figuren kommen sollten oder der Film am
Ende ein Stand-alone bleibt, muss man auch nicht übervorsichtig mit
allem umgehen. Ich finde es eher konsequent. Es macht die Gefahr
realer, wenn Figuren tatsächlich sterben können.
Das ist auch ein starker Punkt des Films: Die bösen Figuren
wirken wirklich bedrohlich. Beast Man ist hier nicht einfach nur ein
Prügelknabe. Und weil man keine neue Toyline bedienen muss wie beim
Film von 1987, musste man auch keine neuen Figuren erfinden, sondern
konnte gezielt bekannte Charaktere wie Spikor einsetzen.
Die Action sitzt. Nicholas Galitzine sieht als He-Man fantastisch
aus. Auch die Entscheidung, ihm keine klassische Geheimidentität zu
geben, funktioniert für mich. Am Ende wird das sogar noch einmal als
Witz aufgegriffen, und ich finde diese Lösung richtig.
Die CGI stört mich nicht. Der Soundtrack ist mir noch eine Stunde
nach dem Kinobesuch im Ohr geblieben. Und man merkt dem Film seine
Laufzeit von über zwei Stunden kaum an. Das ist einfach ein spaßiger
Sommerblockbuster, der Action und gute Laune liefern will. Genau das
macht er.
Ja, fehlende Charaktertiefe ist da. Hier und da bleiben Figuren
auf der Strecke. Teela und Duncan hätten definitiv etwas mehr Raum
gebraucht. Aber für mich hat man endlich einen Film geliefert, bei
dem Altfans wahrscheinlich ein Tränchen im Auge haben werden,
während auch neue Zuschauer ihren Spaß haben können.
Und die Wertung?
Das ist für mich schwer. Ich gehe selten zweimal in denselben
Film ins Kino. Hier werde ich es tun.
Für mich persönlich ist das eine 10 von 10.
Aber das ist natürlich mit Nostalgie- und Bauchmuskelbonus. Müsste
ich ihn wirklich objektiv bewerten, würde ich wahrscheinlich 7,5
Punkte geben. Da ich aber keine Kommastellen mache, wäre
das gerundet eine 8 von 10.
Aber ich bin nicht objektiv.
📊 Bewertungsmatrix – Masters of the Universe (2026)
Story ⭐⭐⭐☆☆ Klassische Origin-Geschichte ohne viele Umwege – flott erzählt, aber mit harten Schnitten und wenig Raum zum Atmen
Darsteller ⭐⭐⭐⭐☆ Nicholas Galitzine funktioniert stark als Adam und He-Man; Idris Elba und der Cast haben sichtbar Spaß, bleiben aber teils unterfüttert
Action & Effekte ⭐⭐⭐⭐☆ Wuchtige Kämpfe, starke Bösewichte, bunte CGI-Welt – nicht immer fotorealistisch, aber passend zum 80er-Fantasy-Spielzeuggefühl
Figuren & Tiefe ⭐⭐⭐☆☆ Adam bekommt Entwicklung, der Rest eher Andeutungen; Teela, Duncan, die Zauberin und Skeletor hätten mehr Raum verdient
Humor & Tonfall ⭐⭐⭐⭐☆ Selbstironisch, ohne die Vorlage zu verraten – Fisto-Witze inklusive, aber insgesamt der richtige Türöffner-Ton
Fanservice & Easter Eggs ⭐⭐⭐⭐⭐ Dolph, Karg, Pig Boy, Grygor, Prototyp-He-Man, She-Ra-Teaser – ein liebevoll gefülltes Spielzeugregal
Musik ⭐⭐⭐⭐⭐ Eigener Score, starke Pop-Songs und am Ende die erwarteten Nostalgie-Melodien – bleibt im Ohr
Atmosphäre ⭐⭐⭐⭐☆ Bunt, laut, over the top und überraschend nah am alten Toyline-Gefühl – Eternia darf künstlich aussehen und genau das passt
🔥 Objektive Endwertung: 8 von 10 Punkten
⚔️ Fanwertung mit Nostalgie- und Bauchmuskelbonus: 10 von 10 Punkten
🐯 Inneres-Kind-Wertung: 11 von 10 Punkten