Gremlins 2, das weiß ich noch, habe ich im Kino gesehen. Den ersten Teil kannte ich damals nur in mieser VHS-Qualität von einem Freund – also tatsächlich nach dem zweiten. Macht aber nichts, die Geschichten sind ohnehin recht eigenständig, und es ist schön, im zweiten Teil bekannte Gesichter wiederzusehen.
Aber heute kommt nun erstmal Teil 1
Inhalt mit Spoiler
Billy & Gizmo
Billys Vater ist Erfinder und ständig unterwegs, um seine (meist unbrauchbaren) Erfindungen an den Mann zu bringen. Da bald Weihnachten ist, sucht er nach einem Geschenk für seinen Sohn – und findet in einem alten chinesischen Laden ein seltsames Tier. Der alte Verkäufer weigert sich, es herzugeben, doch sein Enkel verkauft es heimlich, als der Alte nicht da ist.
Das Tier heißt Mogwai, und es gibt drei Regeln:
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Setze den Mogwai nie dem Sonnenlicht aus – Sonnenlicht tötet ihn.
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Lass ihn nie mit Wasser in Berührung kommen.
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Füttere ihn niemals nach Mitternacht.
Billy, etwa 18 Jahre alt, freut sich über sein Geschenk und nennt den Mogwai Gizmo. Er ist verantwortungsbewusst und hält sich an die Regeln – Gizmo fühlt sich wohl und mag Billy sehr.
Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss: Durch ein Missgeschick des Nachbarsjungen wird Gizmo nass – und plötzlich gibt es sechs Mogwais. Nur: Die neuen sind anders. Fies, laut, auf Randale aus. Sie stellen Billy eine Falle, manipulieren seine Uhr und jammern nach Essen. Weil es laut Uhr erst halb zwölf ist, gibt Billy ihnen etwas – nicht ahnend, dass es längst nach Mitternacht ist.
Am nächsten Tag sind alle verpuppt. Nach rund zwölf Stunden schlüpfen sie – als Gremlins.
Billy, der einen von ihnen einem Forscher überlassen hat, findet diesen tot. Seine Mutter wird zuhause ebenfalls angegriffen, wehrt sich aber tapfer und erledigt mehrere Gremlins. Nur der Anführer entkommt, putzt sich vorher noch genüsslich die Nase an der Gardine (natürlich!) und springt dann in einen Pool.
Dort vermehrt er sich explosionsartig – Hunderte neue Gremlins entstehen.
Niemand glaubt Billy, bis die Stadt im Chaos versinkt. Die Gremlins zerstören alles, was sie finden, und treiben ihren aberwitzigen Schabernack. Schließlich versammeln sie sich alle im Kino, um Schneewittchen und die sieben Zwerge zu schauen. Billy öffnet die Gasleitung und sprengt das Kino – fast alle Gremlins sind tot.
Nur der Anführer überlebt und flieht in ein Kaufhaus. Dort kommt es zum Showdown, den Gizmo schließlich beendet, indem er die Rollläden öffnet und den Gremlin durch Sonnenlicht vernichtet.
Am Ende erscheint der alte Chinese, nimmt Gizmo wieder an sich – und mahnt Billys Vater, künftig besser zuzuhören.
Nach heutigen Maßstäben ist Gremlins kein Horrorfilm mehr, eher eine Horrorkomödie – wobei das natürlich Ansichtssache ist. Sicher ist: In den 80ern war der Film ein riesiger Erfolg.
Hauptdarsteller Zach Galligan wurde über Nacht zum Star.
Wer sich jetzt fragt: „Zach wer?“ – liegt richtig. Seine Karriere erlosch so schnell, wie sie begonnen hatte. Außer Gremlins 2 folgten nur kleinere Rollen, die kaum jemand kennt. 2003 schaffte er es noch einmal in die Schlagzeilen, als er beim Ladendiebstahl erwischt wurde – er wollte eine CD klauen. Ein kleiner Gremlin, dieser Zach!
Seit 2005 ist er verheiratet – viel mehr gibt’s über ihn nicht zu sagen.
Ich habe in meiner Inhaltsangabe einige Nebenhandlungen ausgelassen, etwa die Fattermans (die im zweiten Teil wieder auftauchen) oder die böse alte Dame, die von den Gremlins mit ihrem Treppenlift durchs Dach geschossen wird – legendär.
Der Film hat bis heute seinen ganz eigenen 80er-Jahre-Charme. Gizmo ist und bleibt einfach niedlich, und auch die Gremlins sind liebevoll gestaltet. Der Aufwand war damals enorm: In der Kinoszene sieht man Dutzende unterschiedlicher Puppen, jede einzeln animiert und bewegt.
Dazu kommt der großartige anarchische Humor – Gremlins, die mit Technik herumspielen, Chaos anrichten und Menschen auf absurde Weise quälen. Hauptsache, es macht Spaß – selbst wenn’s auf Kosten der eigenen Kollegen geht.
Fazit:
Gremlins ist ein Klassiker, den man gesehen haben sollte. Die Story ist stellenweise albern (besonders die Erfindungen des Vaters), und allzu gruselig ist der Film auch nicht – weshalb er damals eine FSK 16 bekam, bleibt rätselhaft.
Aber charmant, witzig und kultig ist er trotzdem.
8 von 10 Punkten.
📊 Bewertungsmatrix – Gremlins (1984)
Story ⭐⭐⭐☆☆ Märchenhaft schräg, mit Logiklöchern – aber herrlich flott erzählt
Darsteller ⭐⭐⭐☆☆ Solide 80er-Riege; Galligan okay, Randfiguren charmant überdreht
Action & Effekte ⭐⭐⭐⭐☆ Liebevolle Puppenarbeit, hoher Aufwand, erstaunlich gut gealtert
Atmosphäre ⭐⭐⭐⭐☆ Weihnachtsflair trifft Chaos-Klamauk – ikonischer 80er-Vibe
Trashfaktor ⭐⭐⭐☆☆ Treppenlift durchs Dach, Mixer-Massaker und Kleinstadt-Wahnsinn – glorreich
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