Mittwoch, 17. Dezember 2025

Lake Placid (1999)

🐊💥🍿 Krokodile, wohin das Auge blickt – wer hätte gedacht, dass es so viele Filme mit den Biestern gibt?

Ich hab ja schon einige auf dem Blog, aber als ich bei Amazon auf Lake Placid 1–3 stieß, musste ich zuschlagen. Teil 2 lag dann für schlappe drei Euro im Ramschkorb meiner Videothek – klar, dass ich mir vorher noch Teil 1 besorge, bevor ich mich in die Fortsetzung stürze.


⚠️ INHALT MIT SPOILERN

Irgendetwas frisst einen Mann halb auf – in einem See in Maine.
Im Leichnam findet man einen Zahn, und so wird aus einem New Yorker Museum eine Fachfrau geschickt: Paläontologin Kelly.
Wildhüter Jack und Sheriff Hank sind wenig begeistert über die altkluge Großstadtdame.
Doch es kommt noch schlimmer: Mythologie-Professor Hector taucht auf – reich, exzentrisch und nervtötend.

🪶 Der Zahn stammt tatsächlich von einem Reptil, aber keinem Dino, dafür ist er zu neu.
Für Hector steht fest: Ein Krokodil treibt im See sein Unwesen!
Blödsinn, meinen Jack und Hank – Krokodile hätten in Maine schließlich nichts zu suchen.
Doch dann häufen sich die Angriffe, und schließlich sieht man es: ein zwölf Meter langes Monster.

Zufällig beobachtet man, wie die Einsiedlerin am See eine Kuh ans Ufer führt – und das Tier füttert!
Sie gesteht, dass das Krokodil einst zu ihr und ihrem Mann geschwommen sei.
Seitdem habe sie es regelmäßig gefüttert, bis es ihren Mann fraß – aber was soll’s, sie konnte ja weitermachen.

Mit einer Kuh am Hubschrauber lockt man das Tier an, um es zu betäuben – man will es lebend fangen, ehe das Militär kommt.
Der Plan klappt … bis ein zweites Krokodil auftaucht, das prompt abgeknallt wird.
Das betäubte Exemplar wird abtransportiert – alle sind glücklich:
Hector, weil das Tier lebt; Jack und Kelly, weil sie jetzt pimpern können; Hank, weil wieder Ruhe herrscht;
und die alte Dame, weil sie im See bereits die Jungen des Paares füttert – von denen noch niemand etwas weiß …


🎭 Darsteller & Hintergrund

Schaut man sich die DVD-Hülle an, sieht man ein riesiges Maul auf dem Cover, bewaffnete Männer im Wasser – und den Text, dass man sich fragen müsse, wer hier der Jäger und wer der Gejagte ist.
Dann legt man die DVD ein – und fragt sich nach fünf Minuten, ob man aus Versehen eine Komödie erwischt hat.

Das Krokodil sieht hier und da unecht aus, aber das wäre zu verschmerzen.
Schlimmer sind die oberflächlichen Figuren, die vorhersehbare Handlung und die Logiklöcher, in die man kilometerweit fallen kann.

Und ganz ehrlich:
ES FRISST LEUTE, VERDAMMT!
Jeder normale Mensch würde das Biest so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen wollen – aber hier diskutiert man lieber über seine natürlichen Lebensrechte.

Bill Pullman ist eigentlich zu schade für den Quark, Bridget Fonda wirkt gelangweilt, und Brendan Gleeson (nicht Golden Girl, sondern Harry Potter-Star) macht immerhin Spaß.
Auf dem Regiestuhl saß Steve Miner, bekannt durch Halloween H20.
Und geschrieben wurde das Ganze tatsächlich von David E. Kelley, dem Schöpfer von Ally McBeal – was einiges über den Humor erklärt.

💡 Fun-Fact:

Das Krokodil stammt aus den Stan Winston Studios – also denselben, die Jurassic Park und Aliens machten.
Leider sieht’s hier eher nach Gartenteich-Deko aus.
Und die Einsiedlerin? Das ist Betty White, ja – die Betty White! Ihre Szene mit der Kuh gilt heute als Trash-Kult.


💭 Fazit

Ich fürchte mich – nicht vor dem Krokodil, sondern vor der Tatsache, dass ich Teil 2 noch liegen habe.
Und wenn Fortsetzungen schlechter sind als das Original … nun ja, das lässt tief blicken.

Man weiß nicht so recht, ob das hier Horror, Komödie oder unfreiwilliges Kabarett sein soll.
Die Story ist an den Haaren herbeigezogen, die Figuren unglaubwürdig, und selbst Bill Pullman kann das nicht retten.

🎯 Bewertung: 3 von 10 Punkten
Ein Film mit Biss – leider in die falsche Richtung. 🐊

📊 Bewertungsmatrix – Lake Placid (1999)

Story    ⭐☆☆☆☆  Völlig hanebüchen, tonal planlos zwischen Horror, Komödie und Kabarett
Darsteller  ⭐⭐☆☆☆  Pullman verschenkt, Fonda gelangweilt; Gleeson und Betty White sorgen für Restspaß
Action & Effekte ⭐⭐☆☆☆  Krokodil wechselhaft; Stan Winston hin oder her – oft eher Gartenteich-Deko
Atmosphäre  ⭐☆☆☆☆  Keine Spannung, keine Bedrohung; Humor unterläuft jeden Horroransatz
Trashfaktor  ⭐⭐⭐☆☆  Kuhfütterung, Betty White, Diskurs über Krokodilrechte – unfreiwilliger Kult

🔥 Endwertung: 3 von 10 Punkten

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