🎬 Es ging damals mal wieder ins Kino – schade nur, wenn eigentlich nichts Gescheites läuft.
Attack the Block klang ganz gut, wurde dann aber doch ein anderer Film.
Von Kill the Boss hatte ich vorher gar nichts gehört – keine Ahnung, ob gut oder schlecht, wer da mitspielt, nichts.
Trotzdem wurde es dieser Film. Und siehe da: Obwohl im Kino nicht viel los war, war Saal 4 erstaunlich gut gefüllt.
⚠️ Inhalt mit Spoiler
Nick, Dale und Kurt sind Freunde – und alle drei hassen ihre Jobs.
Nick arbeitet im Büro, reißt sich den Hintern für eine Beförderung auf, wird aber vom Chef schikaniert.
Am Ende streicht der Chef die Stelle einfach – die, auf die Nick jahrelang hingearbeitet hat.
Und als wäre das nicht genug, droht er ihm: Sollte Nick kündigen, werde er dafür sorgen, dass er nirgendwo mehr Arbeit findet.
Dale hat ein anderes Problem: Er liebt seinen Job als Zahnarzthelfer – und ist glücklich verlobt.
Seine Chefin allerdings will ihn buchstäblich flachlegen. Sie belästigt ihn permanent und hat, als Dale unter Narkose war, eindeutige Fotos von ihm gemacht.
Nun erpresst sie ihn: Entweder er schläft mit ihr – oder sie zeigt die Bilder seiner Verlobten.
Bei Kurt läuft zunächst alles bestens.
Sein Chef mag ihn und will ihm sogar die Firma überschreiben – doch dann stirbt der alte Chef an einem Herzinfarkt.
Am Ruder ist nun sein Sohn: ein kokssüchtiger Vollidiot, der nur Partys und Drogen im Kopf hat.
Frustriert über ihre Lebenssituation beschließen die drei, einen Auftragskiller zu engagieren.
Der erste Versuch geht schief, doch in einer schmierigen Bar treffen sie tatsächlich jemanden, der ihnen „helfen“ will.
Für 5.000 Dollar verspricht der Typ, das Problem zu lösen – entpuppt sich aber als Hochstapler.
Er will nicht selbst Hand anlegen, gibt ihnen nur Tipps, wie man so etwas „richtig“ macht.
Also beschließen die drei, ihre Chefs selbst umzulegen.
Sie beobachten ihre Ziele – was zu allerlei Chaos führt.
Kurt landet ausgerechnet im Bett von Dales Chefin (die trotzdem weiterhin mit Dale schlafen will),
und Dale rächt sich am Drogentrottel Bobby, indem er sich mit dessen Zahnbürste den Hintern abwischt.
Bei Nick läuft’s nicht besser: Als sie in das Haus seines Chefs einbrechen, taucht der plötzlich auf.
Dale rettet ihm das Leben, als er wegen einer Erdnussallergie fast stirbt – was ihm seine Freunde natürlich übelnehmen.
Immerhin: Eine neue Mordidee ist geboren.
Die drei wollen nun die Morde „planmäßig“ durchziehen:
Dale soll das Shampoo des Chefs mit Erdnüssen versetzen, Nick das Kokain von Bobby manipulieren.
Doch dann läuft alles schief:
Dave (Nicks Chef) taucht bei Bobby auf – und erschießt ihn!
Er hatte in seiner Wohnung Bobbys Handy gefunden, das die drei dort aus Versehen verloren hatten.
Nick flieht in Panik und wird geblitzt – die Polizei wird auf ihn aufmerksam.
Man verdächtigt die drei bald des Mordes, lässt sie aber vorerst laufen.
Doch da Dale Bobbys Zahnbürste für seine Racheaktion benutzt hat, droht ihre DNA am Tatort alles auffliegen zu lassen.
Sie versuchen nun, Dave ein Geständnis zu entlocken – natürlich geht das auch schief.
Nach einer wilden Verfolgungsjagd stellt Dave die drei, schießt sich selbst ins Bein und will ihnen die Tat in die Schuhe schieben.
Am Ende überführt eine zufällige Tonaufnahme den wahren Täter.
Dales Chefin wird mit heimlichen Videoaufnahmen ruhiggestellt, und alles scheint gut.
Doch die neuen Chefs, die die drei danach bekommen, sind nicht besser als die alten …
🎭 Anmerkungen
Die Hauptdarsteller kannte ich kaum, aber die Bosse sind prominent besetzt:
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Jennifer Aniston als sexgeile Zahnärztin ist köstlich.
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Kevin Spacey spielt den sadistischen Chef mit Perfektion.
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Colin Farrell gibt den totalen Drogenidioten – mit herrlicher Selbstironie.
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Donald Sutherland hat einen kurzen, aber würdevollen Auftritt.
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Jamie Foxx als „Killer“ Motherfucker Jones ist ein Highlight.
Ursprünglich waren auch Tom Cruise und Ashton Kutcher im Gespräch, aber nur Aniston war von Anfang an gesetzt.
Sie freute sich sichtlich, endlich mal aus ihren typischen Liebeskomödien-Rollen auszubrechen.
Der Film startete stark:
Am ersten Tag Platz 2 der US-Kinocharts, und nach fünf Tagen hatte er bereits seine Produktionskosten wieder eingespielt.
💭 Fazit
„Hangover ohne den Blackout“ trifft es ziemlich gut.
Drei Typen, die ein Chaos lostreten, das sie nicht mehr stoppen können, und sich immer tiefer hineinreiten.
Die Witze reichen von derbem Humor bis zu gelungenen Schmunzlern.
Wer mit Hangover nichts anfangen konnte, wird auch hier keinen Spaß haben –
wer aber bissigen, leicht dreckigen Humor mag, wird bei Kill the Boss bestens unterhalten.
🎯 Bewertung: 8 von 10 Punkten.
Ein Film, der einfach Spaß macht – mit Aniston in Bestform und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor.
📊 Bewertungsmatrix – Kill the Boss (2011)
Story ⭐⭐⭐☆☆ Chaos-Spirale nach Plan, simple Struktur, aber effektiv und witzig umgesetzt
Darsteller ⭐⭐⭐⭐☆ Aniston, Spacey, Farrell, Foxx großartig; Haupttrio solide, aber weniger prägnant
Action & Effekte ⭐⭐⭐☆☆ Wenig Action, mehr Slapstick; alles funktional und sauber inszeniert
Atmosphäre ⭐⭐⭐⭐☆ Schön dreckiger Comedy-Vibe, Hangover-Energie ohne Kopie zu sein
Trashfaktor ⭐⭐⭐☆☆ Überzogene Figuren, absurde Situationen – genau so gewollt
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