Donnerstag, 2. Juli 2026

Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast (2006)

 ☠️Warum ich mir das angetan habe

Wie ja schon bei Teil 2 erwähnt, habe ich mir die beiden Filme nur gekauft,
weil ich an diesen hier billig kam – und ich ihn noch nie gesehen hatte.

Nachdem ich den wirklich schlechten zweiten Film hinter mir hatte, dachte ich mir:

„Scheiß drauf, jetzt ziehst du den Mist durch!“

Und so kam es, dass ich noch am selben Abend Teil 3 im Bett auf dem Laptop schaute.
Mache ich sonst nie – ich hab schließlich einen schönen Fernseher, einen Blu-Ray-Player und guten Sound.
Aber wenn man schon so tief im Sommerhorror steckt, ist’s dann auch egal.

Ich erwartete jedenfalls einen noch mieseren Film.


⚠️ Inhalt mit Spoiler

Fünf Freunde, alle um die 20, erlauben sich am 4. Juli – dem amerikanischen Unabhängigkeitstag – einen Scherz:
Sie inszenieren auf einem Volksfest einen Überfall auf sich,
von einem Wahnsinnigen Fischer mit Hakenhand.

Sie beziehen sich dabei auf die Geschehnisse der ersten beiden Filme –
doch beim Finale läuft alles schief:
Einer der Freunde fällt vom Dach und stirbt.

Die vier Überlebenden lösen den Scherz nie auf.
Ein Jahr vergeht. Der 4. Juli naht – und einer der vier Freunde stirbt.
Zwar gibt es einen Abschiedsbrief, doch bald erhalten auch die anderen Nachrichten und werden angegriffen …
vom Fischer.

Zuerst glaubt man, der Vater des Toten stecke dahinter.
Einer nach dem anderen wird ermordet, bis nur noch zwei über sind.
Da plötzlich stellt sich heraus:
Der Killer ist kein Mensch – sondern ein Geist, der Geist aus der alten Sage.

Zum Glück kann man ihn trotzdem verletzen (?) –
und so wird er am Ende in einen Schneepflug geworfen.
Und das war’s dann.


🎭 Besetzung & Hintergrund

Bei den Darstellern erwähne ich nur einen:
👉 Don Shanks, der hier den Fischer spielt.
Er sagt zwar kein Wort, aber Shanks ist Stuntman
und hat zuvor u. a. bei Düstere Legenden 2 und Halloween V – Die Rache des Michael Myers mitgewirkt.

Dass der Film so murksig ist, liegt sicher auch am Drehbuch:
Lois Duncan steht wegen der Vorlage noch irgendwo im Stammbaum, aber dieses Drehbuch hat Michael D. Weiss verbrochen.


💀 Fazit

In der ersten Dreiviertelstunde denkt man noch:

„Okay, ein schlechter Abklatsch von Teil 1 – aber wenigstens rate ich mit, wer der Mörder ist.“

Und tatsächlich:
Mit einer cleveren Auflösung hätte der Film vielleicht 4 oder 5 Punkte bekommen.
Ja, alles ist billig gemacht, das Bild wackelt, die Schauspieler sind mies –
aber hey, es ist eine Direct-to-DVD-Produktion, kein Kinofilm.

Das entschuldigt zwar nicht alles,
aber im direkten Vergleich zu Teil 2 (mit mehr Stars und Budget)
stinkt Teil 3 gar nicht so viel mehr ab.
Gut – Teil 2 hatte bei mir 2 Punkte.
Das zu unterbieten ist schon schwer.

Doch dann kommt das Finale –
und da war’s endgültig vorbei.


👻 Der Loser-Geist ist da

Plötzlich ist der Mörder Ben Willis,
der im zweiten Teil erschossene Fischer – jetzt als Untoter!
Wie bitte?!

Da dachte ich wirklich:
„Okay, jetzt wird’s interessant – wer steckt unter der Kluft?“
Aber nein:
Es war gar kein Mensch.
Nur ein Geist.

So eine Verarsche am Zuschauer ist schon dreist.
Der Film macht genau den Fehler,
den man bei Scream und beim ersten Ich weiß…-Film vermieden hatte.

Die neue Generation der Teenie-Slasher setzte auf reale Gegner mit Motiven,
doch hier bekommt man ein Halloween-Monster im Fischeroutfit.
Ben Willis wird zu einer Art Michael Myers,
der jedes Jahr am 4. Juli aus dem Jenseits kommt.

Damit löst sich Teil 3 komplett von der ursprünglichen Story.
Zwar wird einmal kurz erwähnt, was in den alten Filmen geschah,
aber das Ganze ist nur noch Mythos statt Fortsetzung.


🧊 Fazit in Kürze

Teil 1 = gut.
Den Rest kann man sich sparen.

Teil 3 hätte mit einer guten Auflösung etwas reißen können –
doch das Ende ruiniert alles.

💀 2 von 10 Punkten.

KategorieWertungBegründung
Story⭐☆☆☆☆Erst billiger Teil-1-Abklatsch, dann übernatürlicher Quatsch
Figuren⭐☆☆☆☆Austauschbare Direct-to-DVD-Jugendliche mit kaum Profil
Spannung⭐⭐☆☆☆Anfangs kann man noch mitraten, das Finale ruiniert aber alles
Killer-Auflösung⭐☆☆☆☆Der Geist-Twist bricht mit dem Reiz der Reihe
Inszenierung⭐⭐☆☆☆Billig, wacklig, aber nicht völlig unansehbar
Franchise-Wert⭐☆☆☆☆Als Fortsetzung fast nur noch Mythos-Resteverwertung
Wiedersehwert⭐☆☆☆☆Nur für Komplettisten oder Hakenmasochisten

Endwertung: 2 von 10 Punkten
Ein billiger, zunächst noch halbwegs mitratbarer Slasher, der sich mit seinem übernatürlichen Finale selbst versenkt. Statt einer cleveren Täterauflösung gibt es einen untoten Fischer aus dem Regelbruch-Jenseits.

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